Die für das Auswandern notwendigen Englischen Sprachkenntnisse können mittels verschiedenster Lernkonzepte und Strategien erlernt werden. Im Folgenden sollen die bekanntesten Lernformen erläutert und gegenübergestellt werden.
Selbststudium mit Büchern und Audiomaterial
Lehrbücher sind heutzutage für unter 20 Euros erhältlich und sind damit eine der kostengünstigsten Lernformen. Ein großes Problem ist allerdings, dass es niemanden gibt, der auf bestimmte Fehler hinweist – unabhängig davon, ob es sich um den mündlichen oder schriftlichen Sprachgebrauch handelt. Auf diese Weise kann es passieren, dass man sich unbeabsichtigt schlechte Gewohnheiten einprägt. Sehr empfehlenswert zum Lernen der richtigen Aussprache ist es daher, Bücher mit zusätzlichem Audiomaterial zu kaufen. Solche Angebote sind etwas teurer (20 – 50 Euro) und sie gibt es heutzutage von verschiedensten Anbietern. Da leider nicht jedes Angebot das hält was es verspricht, sollte man vorher intensiv recherchieren und auch auf Kundenbewertungen zurückgreifen. Sehr gute Kritiken erhält z.B. Langenscheids Englisch mit System
Online-Sprachkurse mit Babbel
Auch mittels Internet ist es heutzutage möglich Englisch zu lernen. Angebote wie Babbel bieten Lernenden umfangreiches Bild-, Audio und Videomaterial, womit das Lernen sowohl interessant als auch effektiv gestaltet werden soll. Des Weiteren bietet Babbel einen integrierten Wiederhol-Manager, der regelmäßig daran erinnert, welche Inhalte der Lernende sich noch einmal näher betrachten sollte, sowie eine Software zur Spracherkennung, die einem beim Erlernen der korrekten Aussprache hilft.
Die Online Kurse richten sich sowohl an Sprachanfänger und Wiedereinsteiger als auch an Fortgeschrittene. Dabei ist vor allem der Business-Englischkurs zu erwähnen, der fortgeschrittene Lehrinhalte für den Geschäftsalltag bereitstellt.
Besonders erfreulich sind hier vor allem die geringen Preise. So bietet Babbel einen Englischkurs für 19,95 € für ein 3-monatiges Abo. Wer das multimediale Lernen einfach mal testen möchte, kann direkt einen ersten Kurs kostenlos und ohne Registrierung ausprobieren.
Englisch lernen per Tandempartner
Bei dieser Methode geht es darum, dass man Kontakt zu einem englischen Muttersprachler aufnimmt und diesem im Gegenzug beim Erlernen der eigenen Muttersprache hilft. Der große Vorteil dieser Lernform besteht darin, dass man direkt mit dem alltagsgebräuchlichen Englisch konfrontiert wird und sich eventuell auch an einen speziellen Dialekt anpassen muss, der häufig vom üblichen “Schulenglisch” abweicht. Dennoch kann ein Muttersprachler auch leicht auf Fehler bezüglich der Aussprache hinweisen und dem Sprachpartner somit größere Selbstsicherheit im alltäglichen Sprachgebrauch vermitteln. Tandempartner findet man am besten an Hochschulen (Akademisches Auslandsamt) oder auch online. Vorteil der Lernform ist, dass diese in der Regel für beide Tandempartner kostenlos ist.
Sprachkurse an der VHS oder einer privaten Sprachschule
Der wohl größte Vorteil, der sich aus dem Besuch einer Volkshochschule oder einer privaten Sprachschule ergibt, besteht darin, dass man es stets mit qualifiziertem Lehrpersonal zu tun hat, welches auch über die entsprechenden didaktischen Fähigkeiten verfügt. Auf diese Weise können Lehrer meistens schnell auf Fehler aufmerksam machen.
Der Besuch einer VHS eignet sich insbesondere für Erwachsene. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese ihre Sprachkenntnisse nur auffrischen möchten oder aber eine Sprache komplett neu erlernen wollen. Viele der Kurse finden außerdem abends oder am Wochenende statt, was den meisten Berufstätigen sehr entgegenkommt. Darüber hinaus werden viele Kurse oft zu moderaten Preisen angeboten.
Etwas anders sieht es hingegen bei Sprachschulen aus. Diese bieten zwar meist ein umfassenderes Angebot und ein schnelleres Lerntempo als Volkshochschulen, sind allerdings auch wesentlich teurer.
Eine deutschlandweite Übersicht der Volkshochschulen findet man unter www.vhs.de.
Sprachreisen
Eine Sprachreise ist von allen hier aufgeführten Lernformen die beste Wahl wenn es darum geht die englische Sprache in einem möglichst kurzen Zeitraum zu erlernen. Bei einer Sprachreise erhält man täglich mindestens 4-5 Stunden Unterricht und kann hierbei zwischen Einzel-und Gruppenunterricht wählen, wobei ersteres natürlich teurer ist. Sprachreisen werden ab einer Dauer von 1 Woche angeboten, deutliche Fortschritte erreicht man mit einer Kursdauer ab 4 Wochen. Meist werden Sprachreisen als Komplettpaket inkl. Unterbringung bei einer Gastfamilie angeboten, so dass auch die Freizeit genügend Gelegenheit bietet, die Sprache praktisch anzuwenden.
Englisch Sprachreisen sind quasi in allen englischsprachigen Ländern möglich. Wer keine Lust auf das typisch Englische Regenwetter hat, kann beispielsweise auch in Australien oder Neuseeland einen Kurs besuchen. Der größte Nachteil von Sprachreisen ist allerdings der hohe Preis im Vergleich zu den anderen Lernformen (ca. 300-600 Euro pro Woche). Es empfiehlt sich daher bereits vor der Sprachreise möglichst viele Grundkenntnisse anzueignen.




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Ein sehr schöner, ausgiebiger Artikel, super!
Es gibt übrigens auch Sprachreisen, die nur 2 Stunden Unterricht pro Tag haben. Allerdings ist der Lerneffekt dann natürlich auch deutlich geringer.