Mit der Sprachlern-App Mondly lassen sich 41 verschiedene Fremdsprachen lernen. Kein anderer Online-Sprachkurs bietet eine größere Sprachenvielfalt! Neben Weltsprachen wie Englisch und Spanisch sind auch weit weniger verbreitete Sprachen wie Bulgarisch, Ungarisch oder Katalanisch im Angebot. Ich habe sowohl die kostenlose als auch die kostenpflichtige Premium-Version von Mondly getestet und berichte ausführlich über meine Erfahrungen.
- Wer steckt hinter Mondly?
- Welche Sprachen bietet Mondly?
- Wie kann ich mich bei Mondly anmelden?
- Ist Mondly für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet?
- Kursaufbau & Lernkonzept
- Chatbot / Mondly VR und AR
- Kann ich Mondly kostenlos testen?
- Was kostet Mondly Premium?
- Können mehrere Nutzer bei Mondly gleichzeitig lernen?
- Wie kann ich Mondly Premium kündigen?
- Mein Lernfazit
- Alternativen zu Mondly
Aktion: Im Rahmen des Frühjahrs-Sales wird Mondly Lifetime (lebenslanger Zugriff auf alle 41 Sprachen) aktuell für nur 89,99 Euro angeboten.
Wer steckt hinter Mondly?
Mondly wurde 2013 von den Brüdern Alex und Tudor Iliescu in Brasov, Rumänien gegründet. Heute hat der Sprachkurs laut eigenen Angaben über 50 Millionen Nutzer weltweit. Auch einige Auszeichnungen hat Mondly in den letzten Jahren erhalten. Die App wurde 2016 von Apple zur „besten neuen App“ gewählt und im darauffolgenden Jahr folgte die Wahl zur „App des Jahres“ bei Facebook.
Welche Sprachen bietet Mondly an?
Mit 41 möglichen Sprachen bietet Mondly eine beeindruckende Vielfalt! In Osteuropa ist Mondly sehr breit aufgestellt, von Bulgarisch über Ungarisch bis Tschechisch werden zahlreiche Sprachkurse angeboten. Aber auch in Asien ist die Sprachauswahl vielfältig, von Arabisch über Mandarin (China) bis hin zu Vietnamesisch kann vieles gelernt werden. Beim Englischkurs gibt es sowohl eine Variante für britisches als auch für amerikanisches Englisch. Ähnlich verhält es sich bei Portugiesisch mit separaten Kursen für Brasilien und Portugal. Selbst Afrikaans wird angeboten, eine Sprache, die hauptsächlich in Südafrika verbreitet ist.
Wie kann ich mich bei Mondly anmelden?
Mondly ist ein Online-Sprachkurs, der sowohl als App auf allen Mobilgeräten mit iOS & Android und im Web unter www.mondly.com verfügbar ist. Die App kann in den bekannten App Stores (Google Play Store / Apple App Store) kostenlos heruntergeladen werden. Die Anmeldung ist mit der persönlichen E-Mail-Adresse oder mit dem Google / Facebook Account möglich.
Gleich nach der Anmeldung wird nach der gewünschten Lernsprache sowie dem Kenntnisstand in der Sprache (Anfänger, Mittelstufe und Fortgeschrittener) gefragt. Die Angabe des Kenntnisstandes ändert allerdings nicht daran, welches Lernmaterial im Anschluss zur Verfügung gestellt wird. Einen Einstufungstest, wie bei einigen anderen Online-Sprachkursen, bietet Mondly nicht.
Vorsicht: Die Mondly-App erinnert Nutzer regelmäßig daran, auf die kostenpflichtige Variante „Mondly Premium“ zu wechseln. Vor der Entscheidung sollte aber jeder unbedingt den Abschnitt „Was kostet Mondly?“ durchlesen. Beim In-App Kauf sind nämlich nicht alle Tarife verfügbar. Das besonders günstige Lifetime-Angebot (einmal zahlen, lebenslang nutzen) gibt es nur beim Kauf über die Mondly-Website. Wer also einen In-App Kauf tätigt, zahlt ggf. zu viel.
Ist Mondly für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet?
Wer eine neue Sprache lernen möchte und einen Sprachkurs bucht, wird häufig mit dem europäischen Referenzrahmen für Sprachen konfrontiert. Dieser sieht eine Einteilung in insgesamt sechs Schwierigkeitsstufen vor.
- A1-A2 (Grundlagen / Wortschatz von 500 – 1.500 Wörter)
- B1-B2 (Mittelstufe / Wortschatz von 1.500 – 3.000 Wörter)
- C1-C2 (Oberstufe / Wortschatz 3.000 – 5.000 Wörter)
A1 ist das Einsteiger-Niveau und eignet sich für Menschen ohne Vorkenntnisse in einer Fremdsprache. Über die Stufen A2 bis C1 werden die jeweiligen Sprachfertigkeiten erweitert. Wer das höchste Niveau (C2) erreicht hat, bewegt sich sprachlich beinahe auf dem Niveau eines Muttersprachlers.
Mondly macht in Bezug auf den europäischen Referenzrahmen keine Angaben. Pro Sprache können bei Mondly aber laut eigenen Angaben ca. 5.000 Wörter und Phrasen gelernt werden. Die Anzahl der Wörter ist bei allen Sprachen identisch.
Auch wenn Mondly mit einem Wortschatz von 5.000 Wörtern ein hohes Sprachniveau andeutet, war der Großteil der Übungen in für mich fortgeschrittenen Sprachen (Englisch, Spanisch) nicht anspruchsvoll genug. Daher ist die App nach meiner persönlichen Einschätzung eher für Sprachen geeignet, bei denen man Grundlagen und ggf. Mittelstufenkenntnisse (A1-B1) erwerben möchte.
Kursaufbau & Lernkonzept
Hinsichtlich des Kursaufbaus verfolgt Mondly ein auch von anderen Sprachkursen her bekanntes Muster. Auf dem Start-Screen ist eine Übersicht mit den verschiedenen Kursen sowie dem möglichen Lernpfad zu finden. Mondly bietet neben einem Einführungskurs (“Hallo”) einen Kurs zum Grundwortschatz, einen Chatbot, mit dem man Gespräche führen kann und sehr viele Themenkurse, die spezielle Alltagssituationen abdecken:
Beispiel-Kurse:
- Hallo (Dieser Kurs ist mit einem kostenlosen Account freigeschaltet)
- Grundwortschatz
- Familie
- Jahreszeiten & Wetter
- Reisen
- Sport
- Essen & Getränke
- Öffentlicher Personennahverkehr
- Schule
- Einkaufen
- Restaurant
- Hotelbuchung
- Banken
- Arzt
- Notfälle
- Farben & Zahlen
- ….
Lernende sind aber nicht gezwungen sich an die vorgegebene Reihenfolge zu halten. Je nach Interesse kann mit jedem beliebigen Thema begonnen werden.
Ein einzelner Kurs besteht aus insgesamt 8 Lektionen. In den ersten 6 Lektionen werden neue Vokabeln gelernt. Zu Beginn handelt es sich um einzelne Wörter, die später in vollständige Sätze eingebettet werden. Mondly nutzt dabei bekannte Übungsformen wie Multiple-Choice Aufgaben, Lückentexte, Schreib- und Hörverständnisübungen. Lektion 7 ist eine praktische Gesprächsübung und in der letzten Lektion werden die neu gelernten Vokabeln im Rahmen einer Lektionsüberprüfung (Vokabeltrainer) abgefragt. Für eine einzelne Lektion benötigen Lernende zwischen 5 und 10 Minuten Zeit. Für einen kompletten Themenkurs ca. 1 Stunde. Aufgrund der kurzen Übungsdauer der Lektionen lässt sich Mondly gut in den Alltag integrieren.
Lektionen
Mondly setzt bei den Übungen stark auf “Gamification”, was bedeutet, dass dem Kurs viele spieltypische Elemente beigefügt wurden. Zu Beginn einer Lektion erhält jeder Nutzer drei Sterne. Wer einen Fehler macht, verliert einen Stern, dasselbe gilt für den zweiten Stern. Beim dritten Stern hat man drei Chancen, bevor auch dieser verloren ist und die Lektion als nicht bestanden gezählt wird. Aber keine Sorge, Lektionen können beliebig oft wiederholt werden.
Nach jeder Lektion erhalten Nutzer Punkte, wobei die Punktezahl davon abhängt, wie viele Sterne noch übrig sind. Mehr Punkte sammeln kann man, indem man neue Lektionen absolviert bzw. bereits bestandene Lektionen regelmäßig wiederholt. Mondly bietet auch eine Bestenliste, auf der man sich mit anderen Lernenden weltweit vergleichen kann. Sofern auch im Freundeskreis Mondly genutzt wird (Freunde können per Facebook oder E-Mail eingeladen werden), kann man sich mit diesen auf einer separaten Bestenliste messen.
Übungsformen
In den einzelnen Lektionen werden zunächst einzelne Wörter und im weiteren Verlauf Satzbausteine und ganze Sätze gelernt. Bei einigen Übungen sind die Wörter zudem bebildert, was die Zuordnung deutlich erleichtert. Im Rahmen der Übungen werden verschiedene Lerntechniken wie Multiple-Choice Aufgaben, Lückentexte, Schreibübungen und Übungen zum Hörverständnis kombiniert. Diese Techniken sind zwar nicht neu, die Übungen sind aber insgesamt kurzweilig und abwechslungsreich gestaltet, so dass beim Lernen keine Langeweile aufkommt. Trainiert wird sowohl Sprechen, Lesen, Schreiben und Hören, die vier bekannten Fertigkeiten, wenn es ums Lernen von Fremdsprachen geht.
Mondly bietet Übungen zum Hörverständnis an, bei der Phrasen und Sätze anhand von Satzbausteinen übersetzt werden müssen. Mondly arbeitet bei diesen Aufgaben mit echten Sprechern und nicht mit einer computergenerierten Stimme.
Daneben bietet Mondly auch Aussprachetraining. Eine Sprecherin liest zunächst den Beispielsatz vor, danach folgt der Lernende. Für die Übung nutzt Mondly eine eingebaute Spracherkennung, die ein sofortiges Feedback gibt, ob die Aussprache korrekt ist.
Vokabeltrainer (Lektionsüberprüfung)
In der letzten Lektion werden die neu gelernten Vokabeln wiederholt. Der Vokabeltrainer ist aber für meinen Geschmack etwas zu einfach gestaltet und keine wirkliche Herausforderung. Die richtige Übersetzung wird bei den Multiple-Choice Aufgaben bereits angezeigt und man muss zum Antworten lediglich nach oben / unten wischen.
Zudem handelt es sich nicht um einen vollwertigen Vokabeltrainer, der die Vokabeln aus allen besuchten Kursen aufnimmt und diese in regelmäßigen Abständen abfragt. Lernende müssen immer den jeweiligen Themenkurs aufrufen um bestimmte Vokabeln zu wiederholen. Deutlich besser hat dies beispielsweise die Sprachlern-App Babbel gelöst, die alle Vokabeln der Übungen automatisch in den Vokabeltrainer aufnimmt und diese regelmäßig abfragt.
Didaktik: Vor- und Nachteile der Lernmethode
Durch die vielfältigen Übungen gestaltet sich das Lernen mit Mondly als insgesamt kurzweilig. Auch die enthaltenen Spielelemente wie Punkte und Bestenlisten sorgen dafür, dass die Motivation, die App täglich zu öffnen, auf Dauer hoch bleibt. Die in den Übungen gelernten Vokabeln und Sätze sind zudem praxisnah und lassen sich gut im Alltag (z. B. Urlaub) anwenden.
Wer mit Mondly mehrere Sprachen lernt, dem dürfte auffallen, dass die Kurse weitgehend identisch sind. Das liegt daran, dass diese nicht individuell von Sprachwissenschaftlern / muttersprachlichen Lehrern konzipiert wurden, sondern die Inhalte 1:1 von anderen Sprachen kopiert und übersetzt wurden (so zumindest mein Eindruck). Entsprechend sind die Kurse wenig individuell auf einzelne Sprachen und deren Besonderheiten zugeschnitten. Auch was Grammatikerklärungen betrifft, ist Mondly nicht wirklich hilfreich. Mondly bietet lediglich Verbtabellen für die Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft und bietet ansonsten keine weiterführenden Erklärungen. Mondly ist somit ein reines Übungsprogramm. Wer einen Kurs mit deutlich mehr Erklärungen wünscht, ist mit Sprachkursen wie Babbel oder Busuu besser aufgehoben.
Gelegentlich finden sich falsche Übersetzungen in den Übungen, wo ich mich frage, ob die Inhalte von einem Muttersprachler übersetzt wurden oder ob ggf. eine Übersetzungssoftware am Werk war. Der Großteil der Inhalte in den von mir gelernten Sprachen (Englisch, Spanisch) ist aber fehlerfrei!
Exotische Sprachen (am Beispiel Thailändisch)
Neben den Klassikern Englisch und Spanisch sind bei Mondly auch viele weiter entfernte Sprachen wie beispielsweise Thailändisch enthalten. Doch wie gut sind die Kurse bei solchen Sprachen? Für eine Thailandreise habe ich dies einmal getestet.
Die Kursinhalte der einzelnen Sprachen sind bei Mondly weitgehend identisch. Die Inhalte wurden 1:1 kopiert, übersetzt und anschließend von einer Muttersprachlerin vertont. Dies ist auch kein Problem bei Sprachen wie Englisch oder Spanisch, die die gleiche sprachliche Struktur besitzen. Bei der thailändischen Sprache gibt es allerdings einige Besonderheiten:
Bei der thailändischen Sprache spielt das Geschlecht des Sprechers eine Rolle. Männer beenden Sätze höflich und respektvoll mit “krap”, während diese bei Frauen mit “ka” enden. Ein Beispiel: “Hallo” heißt in Thailand “sawadii”. Männer sagen zur Begrüßung “ sawadii krap”, während Frauen zur Begrüßung“ sawadii ka” sagen. Auf solche Feinheiten geht der Kurs von Mondly leider nicht ein. Ein weiteres Beispiel: Im Thailändischen wird das Personalpronomen “Ich” unterschiedlich ausgesprochen, je nachdem, ob der Sprecher ein Mann oder eine Frau ist. Männer sagen “Pom”, während Frauen “Chan” sagen. Da Mondly von einer weiblichen Stimme vertont wurde, wird in den Übungen immer die weibliche Form Chan verwendet, wenn das Pronomen „Ich“ in den Übungen vorkommt.
Fazit: Wer eine weiter entfernte Sprache wie Thailändisch lernen möchte, muss mit gewissen Einschränkungen rechnen.
Chatbot
Neben dem eigentlichen Lernprogramm bietet Mondly noch zahlreiche Extras, wobei der Chatbot besonders heraussticht. Dieser ist ziemlich einzigartig und so bei keinem anderen Onlinekurs zu finden. Mit dem Chatbot lassen sich einfache Gespräche führen. Typische Alltagssituationen (Vorstellung, Einkauf in einem Geschäft, Bestellung in einem Restaurant, Taxifahrt, Hotelbuchung, Verabredung etc…) werden darin behandelt.
In den Übungssituationen übernimmt der Chatbot weitgehend die Rolle des Dienstleisters und stellt Fragen (z. B. Hotelbuchung: Was für ein Zimmer wünschen Sie?). Unterhalb des Dialogfeldes macht der Chatbot dann einige Vorschläge, wie auf die Frage geantwortet werden kann. Es sind aber auch eigene Formulierungen als Antwort möglich, die der Chatbot allerdings nicht immer versteht. Der Chatbot hört sich die gesprochenen Antworten an und gibt ein direktes Feedback, ob die Aussprache richtig war. Die Spracherkennung von Mondly ist recht genau, wenn man nicht zu schnell spricht und nicht allzu ausschweifend antwortet. In einigen Übungs-Situationen hat der Chatbot zwar meine Aussprache korrekt verstanden, allerdings nicht die Bedeutung. So möchte ich beispielsweise bei der Übungssituation “Hotelbuchung” explizit ein Einzelzimmer buchen. Zwar bewertet der Chatbot meine Aussprache als korrekt, fragt mich im Folgenden aber nach der Anzahl der Personen. Ein sinnvolles Gespräch ist beim aktuellen Stand der Technik entsprechend nur sehr eingeschränkt möglich. Der Chatbot ist meiner Ansicht nach eine nette Spielerei, aber nicht mehr.
Mondly VR / Mondly AR (Neu!)
Mondly ermöglicht Lernenden zudem das Eintauchen in VR (Virtuelle Realität) und AR (Augmented Reality = Erweiterte Realität). Beide Features sind mittlerweile in eigene Apps ausgelagert, auf die Premiumnutzer von Mondly aber mit den gleichen Zugangsdaten zugreifen können.
Für die Nutzung von Mondly VR wird eine Datenbrille (z. B. von Oculus) benötigt. Lernende können damit vollständig in eine virtuelle Umgebung abtauchen und bestimmte Gesprächssituationen (z. B. im Zug, im Restaurant, im Taxi oder an der Hotelrezeption) üben. Im Grunde wurde der weiter oben beschriebene Chatbot von Mondly in eine VR-Umgebung übertragen.
Während bei VR die reale Welt vollständig ausgeblendet wird, wird bei AR die bestehende Welt (z. B. die eigene Wohnung) durch virtuelle Elemente ergänzt. Über das Smartphone-Display kann beispielsweise eine virtuelle Sprachlernassistentin (und weitere Gegenstände) in die eigene Wohnung geholt werden, mit der sich ähnlich wie mit dem Chatbot verschiedene Gesprächssituationen und Übungen durchführen lassen. Die Mondly AR App kann in den App Stores von iPhone und Android kostenlos heruntergeladen werden.
Kann ich Mondly kostenlos testen?
Mondly bietet eine kostenlose Version, die allerdings sehr eingeschränkt ist. Der erste Kurs namens „Hallo“ ist frei zugänglich und enthält 6 Lektionen, ein Gespräch mit dem Chatbot sowie zum Abschluss den Vokabeltest.
Zusätzlich wird täglich eine weitere Lektion freigeschaltet. Wer eine Woche lang die täglichen Lektionen abschließt, für den wird außerdem ein wöchentlicher Quiz freigeschaltet. Wer jedoch nur einen einzigen Tag versäumt, erhält keinen Zugriff auf den Quiz! Wer einen Monat lang die täglichen Lektionen und den wöchentlichen Quiz abschließt, für den wird einmal im Monat eine weitere Herausforderung freigeschaltet. Der Zugang zu dem zusätzlichen Lernmaterial ist definitiv eine große Motivation, jeden Tag wiederzukommen und weiter zu lernen!
Für einen ersten Test ist die kostenlose Variante sicher ausreichend. Wer ernsthaft lernen möchte, für den dürfte eine Lektion pro Tag nicht genügen. Der Wechsel zur Premiumversion ist dann sinnvoll.
Mondly kostenlos testen »Was kostet Mondly (Premium)?
Wer den vollen Zugriff auf den Sprachkurs haben möchte, hat die Wahl zwischen einem monatlichen / jährlichen Abo und einem Lifetime-Angebot (Einmalzahlung mit lebenslangen Zugriff).
Hinweis: Zwar lässt sich Mondly auch als In-App Kauf in den App Stores von Apple und Android (Google Play Store) erwerben, ich empfehle aber den Kauf über die Website www.mondly.com abzuwickeln. Grund dafür ist, dass im App Store nicht alle möglichen Tarife angeboten werden und auch die App Store Betreiber eine zusätzliche Gebühr verlangen. Insbesondere das attraktive Lifetime-Angebot gibt es nur beim Kauf über die Website.
Das Abo (1 Monat / 1 Jahr)
Laufzeit | Preis pro Monat | Gesamtpreis | zum Angebot |
1 Monat | 9,99 Euro | 9,99 Euro | Zum Angebot |
12 Monate | 3,99 Euro – 60 % Ersparnis | 47,99 Euro | zum Angebot |
Mondly ist zum einen als Monats- oder Jahresabo erhältlich. Beim Monats-/Jahresabo ist jeweils nur 1 der 41 Sprachen enthalten. Das Monatsabo von Mondly kostet 9,99 Euro im Monat. Wer Mondly für ein Jahr abschließt, zahlt nur noch 3,99 Euro im Monat und erhält einen Rabatt von immerhin 60 Prozent. Nach Ablauf der jeweiligen Vertragslaufzeit (1 Monat / 1 Jahr) verlängert sich das Abo automatisch um die gleiche Dauer, wenn dieses nicht vor Ende der Vertragslaufzeit gekündigt wurde.
Lifetime-Angebot (alle Sprachen)
Laufzeit | Sprachen | Kosten pro Monat | Gesamtkosten |
Dauerhaft | 41 Sprachen | – | 89,99 Euro |
Das Lifetime-Angebot (einmal zahlen, lebenslang nutzen) ist kaum teurer als das 1-Jahres-Abo, daher dürfte dieses für die meisten Lernenden die attraktivere Wahl sein. Das Angebot mit Einmalzahlung und lebenslangem Zugriff enthält im Gegensatz zum Jahresabo den Zugriff auf alle 41 Sprachen und ist zum Preis von nur 89,99 Euro erhältlich. Darin enthalten sind auch alle künftigen Upgrades und Erweiterungen des Lernprogramms. Wie ich finde ein preislich äußerst attraktives Angebot. (Hinweis: Das Lifetime-Angebot ist allerdings nicht immer erhältlich, sondern nur in gewissen Aktionszeiträumen. Klicke auf den folgenden Link um zu überprüfen, ob das Sonderangebot gerade erhältlich ist).
Lifetime-Angebot »Zahlungsarten
Das Lifetime-Angebot kann nur über die Mondly-Website und nicht über die App-Stores gekauft werden. Daher empfiehlt sich grundsätzlich der Erwerb des Sprachkurses über die Website. Was die Zahlungsarten betrifft, bietet Mondly Kreditkarte (Visa, Mastercard, American Express), Paypal, Sofortüberweisung, Lastschrift und einige weitere Zahlungsarten an.
Können mehrere Nutzer bei Mondly gleichzeitig lernen?
Mondly sieht einen Nutzer pro Konto vor. Zwar können in der Theorie mehrere Nutzer einen Account gemeinsam nutzen (mehrere Geräte werden automatisch synchronisiert), doch dürfte man schnell den Überblick über den eigenen Lernstand verlieren. Abgeschlossene Lektionen können zwar beliebig oft wiederholt werden, werden im System aber als abgeschlossen dargestellt. Dieser Status lässt sich auch nicht zurücksetzen und es dürfte bei mehreren Lernenden schnell unübersichtlich werden, wer welche Lektionen absolviert hat. Die einzig sinnvolle Möglichkeit zur gemeinsamen Nutzung wäre meiner Ansicht nach, wenn Lernende unterschiedliche Sprachen lernen. Dann kommt man sich nicht mit dem Lernstand in die Quere. Abokunden von Mondly erhalten außerdem kostenlosen Zugriff zur Kids App von Mondly, die sich an Kinder im Kindergarten, in der Vorschule und im ersten Schuljahr richtet. Eltern mit kleinen Kindern können damit ggf. einen gemeinsamen Account für sich und ihre Kinder nutzen.
Wie kann ich Mondly kündigen (nur Abo)?
Wer den kostenpflichtigen Kurs (Mondly Premium) als monatliches bzw. jährliches Abo abgeschlossen hat und dies pausieren oder dauerhaft beenden möchte, muss die Kündigung über die jeweiligen App Stores vornehmen. Hier sind die Anleitungen für Android und Apple iOS zu finden.
Abos bei Google Play / Android Geräten stornieren
Abos bei Apple / iOS-Geräten stornieren
Fazit
Auch zum Lernen mit Mondly möchte ich ein kurzes Fazit geben:
Alltagstauglichkeit: Mondly lässt sich mit den kurzen Lektionen von 5-10 Minuten hervorragend in den Alltag integrieren. Zudem legt Mondly den Schwerpunkt auf nützliche Vokabeln und Redewendungen, die sich gut in Alltagssituationen anwenden lassen.
Motivation: Sicherlich ein großer Pluspunkt von Mondly. Täglich neue Lektionen, wöchentliche Quizfragen und monatliche Herausforderungen. Auch das Punktesammeln und die Bestenliste spornen zum Weiterlernen an. Die spielerische Art des Lernens hat mich ermutigt, regelmäßig zum Lernen zurückzukommen.
Didaktik: Die Lektionen sind kurzweilig und abwechslungsreich aufgebaut. Mondly verwendet die bekannten Übungsformen wie Multiple-Choice, Lückentexte, Hörverständtnisübungen etc.. Gelegentlich finden sich falsche Übersetzungen in den Übungen. Hierfür gibt es Punktabzüge.
Sprachniveau: Mondly eignet sich eher für Einsteiger. Wer bereits fortgeschrittene Kenntnisse (B2-C2) in einer Fremdsprache hat, wird bei Mondly leider keine großen Herausforderungen finden. Für dieses Niveau sind die Übungen nicht anspruchsvoll genug.
Preis-Leistungs-Verhältnis: Für einen ersten Test ist die kostenlose Version sicher ausreichend. Fürs ernsthafte Lernen sollte man aber zur Premiumversion wechseln. Mondly ist ohne Frage ziemlich preiswert. Das betrifft insbesondere das Lifetime-Angebot, welches alle 41 Sprachen (inklusive künftiger Updates) zum Preis von weniger als 100 Euro enthält.
Mondly kostenlos testen » Lifetime-Angebot »Alternativen zu Mondly
Gibt es gute Alternativen zu Mondly? Hier stelle ich zwei mögliche Optionen vor:
Babbel
Die Sprachlern-App von Babbel liegt preislich etwas über Mondly, bietet aber ein sehr breites Themenspektrum an Übungen, einen Vokabeltrainer und umfangreiche Grammatikerklärungen, die den höheren Preis definitiv wert sind. Was den direkten Vergleich Mondly vs. Babbel betrifft, habe ich hier die Stärken und Schwächen der beiden Sprachlern-Apps gegenübergestellt.
Mondly vs. Babbel »DuoLingo
Wer eine weitgehend kostenlose Alternative zu Mondly sucht, sollte einen Blick auf den Sprachkurs DuoLingo werfen. Der Anbieter setzt ähnlich stark auf Gamification und schafft es so, die Lernenden zu motivieren. Die Übungen sind aber qualitativ nicht auf dem Niveau von Mondly oder Babbel und enthalten deutlich mehr Fehler.
Zum DuoLingo Testbericht »Offenlegung
Dieser Artikel enthält einige Werbe bzw. Affiliate-Links zu Mondly. Wenn Du Dich für Mondly entscheiden solltest und auf einen Link (zum Angebot) klickst, bezahlst Du denselben Preis wie sonst auch. Dir entstehen durch einen Klick weder Nachteile noch irgendwelche Kosten. Du unterstützt damit aber meine Arbeit und ich erhalte eine kleine Provision. Jene Links ermöglichen somit die Aufrechterhaltung des Blogs.
2 Kommentare bei “Mondly Erfahrungen: Das Sprachwunder im Test”
Portugiesisch ist falsch – komplett brasilianisch
habe lifetime App wegen portugiesisch gekauft, Aussprache brasilianisch. Wortschatz und Grammatik ebenfalls.
Sehr enttäuschend!
Das geht soweit, dass teilweise die richtige Übersetzung angezeigt wird, die dann aber mit dem brasilianischen Wort vorgelesen wird.
Danke = obrigado (gesagt wird aber “valeu”)
“Wie geht es dir” heißt “como estas” und nicht “como vai voce”
usw.
Komisch, dass im Netz niemand davor warnt.
Nach Enttäuschung mit Duolingo und einem Testjahr mit Memrise, das zwar unterhaltsam, aber ineffektiv war (ich wurde immer wieder gefragt, was Paris auf Deutsch heißt) bin ich bei Mondly gelandet und war vom Japanischkurs so begeistert, dass ich nach kurzer Zeit schon das Lifetimeangebot für alle Sprachen gewählt habe (für die 100$ kriege ich bei Babbel nur ein Jahr – und nur 14 Sprachen).