InterNations – Die Expat-Community im Test

Rainer HellsternArbeiten im Ausland2 Kommentare

Neues Land, neue Stadt und neues Leben. Nach dem Umzug ins Ausland fällt es vielen Auswanderern schwer, neue soziale Kontakte aufzubauen. Hier setzt das Portal InterNations.org an, eine Community die sich speziell an im Ausland berufstätige Menschen (sogenannte Expats) richtet. Das von drei Münchnern gegründete Portal ermöglicht es, sich mit anderen Expats über die Online-Community auszutauschen und mittels diverser Veranstaltungen vor Ort persönlich kennenzulernen. Ob sich die Teilnahme am InterNations-Netzwerk lohnt, habe ich mir im Folgenden einmal im Detail angeschaut.

Ortsgruppen in mehr als 390 Städten

Zentrales Element von Internations.org sind die Ortsgruppen. Schließlich sucht man Kontakt und Erfahrungsaustausch mit Personen, die sich in der gleichen Stadt aufhalten und in einer ähnlichen Situation befinden. Bei InterNations gibt es über 390 Ortsgruppen, von Abu Dhabi, London über New York und Rio de Janeiro bis Singapur. Aber auch hiesige Großstädte wie Frankfurt, Hamburg, München oder Berlin, die bei ausländischen Expats sehr beliebt sind, sind vertreten. InterNations.org ist ein sehr internationales Netzwerk. Hier vernetzen sich Expats aus über 180 Nationen. Laut Anbieter hat das Portal bereits mehr als 1,7 Millionen Mitglieder weltweit. Die Seiteninhalte sind entsprechend auf Englisch.

Welche Funktionen bietet InterNations?

Online-Profil: Die Funktionalitäten von Internations.org ähneln denen von anderen sozialen Netzwerken wie Facebook, Xing und Co.. Jeder Nutzer erhält eine persönliche Profilseite. Auf einer Timeline (Chronik – ähnlich wie bei Facebook) werden die neuesten Updates & Events aus dem eigenen Netzwerk angezeigt. Man kann sich mit anderen Mitgliedern veknüpfen, in deren Gästebuch schreiben und sich gegenseitig private Nachrichten zusenden.

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Forum: Zum Erfahrungsaustausch mit anderen Expats bietet sich das Forum an. Hier enthalten die Ortsgruppen Unterforen rund um die Themen Job- & Wohnungssuche, Stadtgespräch (Town Talk) und einen Marktplatz. Hier kann alles Mögliche verkauft werden (Mountainbikes, Möbel etc.), schließlich ziehen Expats häufiger Mal um und sind gezwungen den Haushalt auflösen. Auch ein Blick auf das Jobforum kann sich lohnen (am Beispiel von London), dort werden zahlreiche Stellenangebote gepostet.

internations-forumEvents: Ein besonderes Feature von InterNations sind die regelmäßigen Events auf denen man andere Expats kennenlernen und Erfahrungen austauschen kann. Ich habe nicht alle Ortsgruppen angeschaut, doch die von mir gewählte London-Gruppe ist diesbezüglich sehr aktiv. So reicht die Palette der gemeinsamen Aktivitäten von Konzertbesuchen, Tanzkursen, Wanderungen bis hin zum Tequila-Tasting. Generell gibt es in jeder InterNations Community/Ortsgruppe immer mindestens ein offizielles Event pro Monat. In den großen Communities können es auch deutlich mehr sein. Die Aktivitäten werden dabei immer von den Mitgliedern organisiert.
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Was kostet InterNations?

Die Teilnahme an Internations.org ist in der Basisversion kostenlos. Mit der Basisversion erhält man bereits Zugriff auf die eben genannten Funktionen wie das Online-Profil, Forum und Events. Darauf aufbauend gibt es eine kostenpflichtige Variante, genannt Albatross Membership, für 4,95 Euro im Monat. Die Premium-Mitgliedschaft erlaubt es eigene Gruppen zu erstellen, erweiterte Suchfunktionen zu nutzen und unbegrenzt private Nachrichten zu versenden. Zudem erhält man bei bestimmten kostenpflichtigen Events einen Rabatt oder freien Eintritt.

Anmeldung

Bei dem Netzwerk müssen sich interessierte mit Klarnamen anmelden und auch Herkunftsland sowie die gewünschte Ortsgruppe angeben. Ganz zum Schluss wird noch gefragt, warum man InterNations überhaupt beitreten möchte (What makes you a global mind?). Hier sollte man ein wenig vom internationalen Werdegang (Auslandsaufenthalte etc.) berichten, denn man kann der Community erst nach einer genauen Prüfung beitreten! Dadurch soll gewährleistet werden, dass nur echte Expats an der Community teilnehmen.

Fazit

Internations.org macht auf mich einen guten Eindruck. Für Auslandstätige bietet das Portal eine sehr gute und kostengünstige Möglichkeit neue Kontakte zu anderen Expats zu knüpfen.

Hast du InterNations ausprobiert? Was hältst du von der Community?

über mich
Rainer Hellstern

Rainer Hellstern

Wer schreibt denn hier? Mein Name ist Rainer und ich bin Gründer und Autor des Auswandern Handbuchs. Seit 2008 verfasse ich hier im Blog Beiträge rund um die Themenfelder Arbeiten, Leben und Rente im Ausland. Du findest hier Informationsmaterial zu über 50 Auswanderungzielen weltweit!

2 Kommentare bei “InterNations – Die Expat-Community im Test”

  1. Avatar
    Sebastian Dreier

    Hallo zusammen,

    ich bin seit Januar 2013 Mitglied bei Internations und habe inzwischen auch schon viele Internations Events rund um den Globus besucht (z.B. in Düsseldorf, Köln, Bangkok, Singapur, Miami uvm.). Ich habe in dieser Zeit dank der Community viele neue Freunde gewonnen (aus allen möglichen Ländern). Als Expat und/oder Globetrotter ist Internations meiner Meinung nach eine der besten Möglichkeiten im Ausland Kontakte zu knüpfen. Die Premium Mitgliedschaft betrachte ich inzwischen mehr als eine Art Geld-Spende, da der Gegenwert für mich sehr viel höher ist als 5 Euro im Monat (gute Freunde / neue hilfreiche Kontakte sind halt meistens unbezahlbar). Für detailliertere Frage bezüglich Internations stehe ich gerne jeder Zeit zur Verfügung.

    Kind regards

    Sebastian Dreier

  2. Avatar
    Daniela

    Es gibt bei Internations “Hosts”, denen jedoch nicht die Basics vorgelesen werden, um einen Event zu organisieren. Wenn mach sich für einen Bachata Event in Frankfurt anmeldet, wird der falsche Standort auf Internations (via google street view) angegeben. Wartet man dort und schreibt verzweifelt dieser vietnameischen “Host”, wird man ignoriert. Im Nachhinen heisst es, ich sei schuld, weil ich mich vor dem Event noch zusätzlich zur Anmeldung auch noch beim Host hätte melden sollen. Verkehrte Welt und auch wirklich frech.

    Gestern ging der Wahnsinn weiter. Da meldete ich mich eine Woche vorher bei der American Group zum literarischen Hike in Sachsenhausen an. Habe am Tag des Events via Internations Kommunikationskanal auch fleissig mit der amerikanischen Host kommuniziert. War 15 Minuten zu spät, obwohl ich wie verrückt rannte und alle 5 Minuten schrieb, wo sich die Gruppe nun befinde: Keine Reaktion. Ich wurde wieder links liegen gelassen. Ich bettelte, dass man mir doch wenigstens via WhatsApp den Standort, wo sie sich jetzt befinden, mitteilen könnte, gab auch meine Handynummer an. Keine Reaktion. Ich sass schön vorbereitet am Marktplatz, mit meinem schweren Rucksack und war wirklich traurig. Warum kann man bei Internations nicht miteinander reden? Ist das der Sinn von Internations, dass man Leute zu einem Event lockt und dann links liegen lässt? Bezahlt man dafür? Keine Ahnung, ob die Hosts dies ehrenamtlich machen, aber ich würde als Host gewissenhafter mit meinen Teilnehmenden umgehen oder, noch besser, als Geschäftsführer von Internations würde ich die Hosts vorher unterrichten, was der Sinn eines Gastgebers ist, nämlich die Teilnehmer nicht sitzen zu lassen oder zu ignorieren. Anscheinend werden den Hosts keine Richtlinien genannt und das mit fatalen Folgen.

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