Konto in der Schweiz eröffnen als Deutscher

Rainer2.01.2014 in Schweiz

Wie einfach ist es möglich als Deutscher ein Konto in der Schweiz zu eröffnen? Was müssen Nicht-Schweizer/Ausländer bei der Kontoeröffnung beachten? Die Antworten dazu liefert der folgende Artikel:

Deutsche Auswanderer die in der Schweiz arbeiten und leben (Aufenthaltsbewilligung), können problemlos ein Girokonto eröffnen. Gleiches gilt auch für  Ausländer mit Zweitwohnsitz in der Schweiz (beispielsweise Studenten) als auch Grenzgänger mit Wohnort in Deutschland und Arbeitsort in der Schweiz. Die Banken verlangen bei Auswanderern und Grenzgängern in der Regel keine Mindesteinlage.

Anders verhält es sich bei Ausländern ohne Wohnsitz / Lebensbezug zur Schweiz. Häufig ist eine Mindesteinlage erforderlich, die sehr unterschiedlich ausfällt und von 0 bis 100.000 CHF reichen kann. Als Faustregel gilt eine Mindesteinlage von 10.000 CHF, mit der Ausländer rechnen sollten, die in der Schweiz ein privates Konto eröffnen möchten. Deutsche können nach wie vor – nach dem Scheitern des Steuerabkommens zwischen Deutschland und der Schweiz – anonym ein Konto eröffnen, obgleich sie natürlich per Gesetz verpflichtet sind, ihre Steuern in Deutschland zu zahlen.

Bürger anderer Staaten müssen ihre einheimischen Gesetze befolgen, die vielfache Restriktionen auch für die Schweizer Banken vorsehen können, unter anderem eine Meldung für in den USA gemeldete Steuerbürger an US-amerikanische Steuerbehörden. Bürger aus Syrien und dem Iran haben erhebliche Probleme, in der Schweiz ein Konto zu eröffnen, selbst wenn sie über einen Wohnsitz in der EU verfügen. Einige Großbanken nehmen solche Kunden nicht mehr an. Die Geldwäsche wird von den Schweizer Behörden sehr nachhaltig bekämpft.

Kontoeröffnung

Die Eröffnung ist auch online und auf dem Postweg möglich, der direkte Besuch einer Schweizer Bank wird allerdings empfohlen. Wer dennoch auf dem Online-/Postweg ein Konto in der Schweiz eröffnen möchte, schickt zur gewählten Bank eine Ausweiskopie mit einer Echtheitsbescheinigung, die auch durch eine Niederlassung dieser Bank oder eine ihrer Korrespondenzbanken in Deutschland ausgestellt werden kann.

Einlagenschutz

Sicher sind die Gelder bei jeder Schweizer Bank, die Einlagensicherung beträgt ebenfalls 100.000 CHF.

Empfehlenswerte Banken in der Schweiz?

Zu empfehlen sind Banken mit einem guten Rating von Moody´s oder Standard & Poor’s und guten Bewertungen der Kunden. Vom Verteilen der Gelder auf mehrere Konten wird aufgrund hoher Bankgebühren abgeraten, das ist teuer und schwer zu überwachen. Großbanken bieten einen guten Service, verlangen aber häufig eine Mindesteinlage ab 100.000 CHF.

Wer als normaler Bürger beispielsweise in der Schweiz Geschäfte erledigt wie viele Gewerbetreibende aus deutschen Grenzgebieten oder als Grenzgänger dort arbeitet, sollte auf einer Fahrt in die Schweiz ein Konto bei der Schweizer „PostFinance“ – dem Pendant zur deutschen Postbank – eröffnen, um die Kosten für seinen Schweizer Zahlungsverkehr deutlich zu senken, denn Auslandsüberweisungen sind natürlich teuer. Dieses Konto kann in Euro gefährt werden und weist attraktive Zinsen auf, wird öffentlich publiziert und damit auch dem deutschen Finanzamt bekannt.

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