Arbeiten auf Bali: Visumsvoraussetzungen für Indonesien

Rainer4.03.2013 in Arbeiten im Ausland

Arbeiten auf Bali ist auf Grund der sehr strikten Bedingungen für ein Arbeitsvisum nicht ganz einfach. Strenggenommen bleibt außer einem Job als Deutschlehrer, Betreuer für deutsche Residenten und Entwicklungshelfer nicht viel übrig. Einen Job in der Tourismusbranche, etwa als Surflehrer, anzunehmen ist für Ausländer äußerst schwierig.

Ausnahmen für Existenzgründer

Anders sieht die Sache bei Existenzgründern aus. Wer das nötige Kapital mitbringt, in die indonesische Wirtschaft investiert und Arbeitsplätze für indonesische Jobsuchende schafft, bekommt dafür relativ unproblematisch ein entsprechendes Visum samt Aufenthaltsgenehmigung. Neben Existenzen in der Tourismusbranche wie Tauchschule oder Hotel haben deutsche Einwanderer Erfolg mit Exportfirmen für balinesische Produkte nach Europa oder als Immobilienmakler, Einwanderungsberater und Hausverwalter für deutschsprachige Residenten. Existenzgründer, die mit einem indonesischen Staatsbürger verheiratet sind, schaffen besonders schnell den Einstieg und erhalten Erleichterungen bei den Behörden. Automatisch bei Eheschließung ist allerdings eine Daueraufenthaltsgenehmigung oder gar Einbürgerung in Indonesien auch für Investoren nicht zu bekommen. Die Bürokratie samt ihrer zahlreichen Hürden ist sehr ausgeprägt.

Arbeitsvisum

Ein Arbeitsvisum für Bali ist wie für ganz Indonesien nicht ganz einfach zu bekommen und an viele Bedingungen geknüpft. Es gilt immer nur für 1 Jahr und muss bei der indonesischen Botschaft in Berlin beantragt werden. Die Hürden sind hoch: Ausländer dürfen auf Bali als Angestellte nur in einem Job arbeiten, wenn sich dafür kein Indonesier findet. Daher kommen für Deutsche allenfalls Jobs als Deutschlehrer, Betreuer für deutschsprachige Touristen oder im Bereich Entwicklungshilfe in Frage. Die einstellende Firma muss zwingend als Einlader bzw. Sponsor fungieren. Nach einem Jahr muss das Arbeitsvisum mit neuem Foto, neuen Fingerabdrücken und neuen Gebühren, deren Höhe wechseln kann, erneut bei der Einwanderungsbehörde beantragt werden. Diese Prodzedur kann bis zu 5 Mal hintereinander erfolgen, nach 5 Jahren kann der Einwanderer versuchen mit etwas Glück eine Daueraufenthaltsgenehmigung zu erhalten.

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