Auswandern nach Alaska: Leben am Rande der Zivilisation

Rainer24.07.2014 in Länder

Alaska cc Steve tool it / FlickrViele, die schon einmal Alaska besucht haben, schwärmen von dem einzigartigen Naturparadies und der unbeschreiblich schönen Landschaft im Nordwesten der USA. Die endlosen Weiten, die riesigen Birken- und Tannenwälder, die über 3.000 Seen sowie die vielen Gletscher und Flüsse sind ein auf jeden Fall beeindruckendes Erlebnis. Für etliche Naturromantiker ist das freiheitliche Gefühl, dass dieses dünn besiedelte Land einem vermittelt, ein absolutes Highlight. Kein Wunder also, dass dieses Land eine ungeheure Anziehungskraft auf gestresste Stadtmenschen und Aussteiger aus aller Welt ausübt. Viele stellen sich lebhaft vor, wie es denn wäre, inmitten der Wildnis in einem kleinen Blockhaus zu leben, ganz abgeschieden und auf sich alleine gestellt. Doch ist es wirklich so einfach nach Alaska auszuwandern, dort zu leben und zu arbeiten?

Short Facts für Auswanderer

Alaska ist fünfmal so groß wie Deutschland, hat allerdings nur 710.000 Einwohner. Beinahe 20% der Einwohner in Alaska sind übrigens deutscher Abstammung.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um in Alaska leben und arbeiten zu können?

Alaska ist ein Bundesstaat der USA. Um in Alaska leben und arbeiten zu können, ist dementsprechend eine Greencard notwendig. Bei der Greencard handelt es sich um eine zeitlich unbeschränkte Aufenthalts- und Arbeitsbewilligung für die USA. Eine Greencard zu bekommen ist generell kein einfaches Unterfangen. Es gibt aber verschiedene Möglichkeiten, an die begehrte Bewilligung zu gelangen. Eine Option ist es, an der jährlichen Greencard-Lotterie teilzunehmen. Diese Lotterie, auch als Diversity Visa Program bezeichnet, findet üblicherweise in den Monaten Oktober/November statt und es werden weltweit 50.000 Green Cards verlost. Für besonders hoch qualifizierte Fachkräfte oder Investoren gibt es darüber hinaus noch einige weitere Visakategorien, welche die Einwanderung in die USA ermöglichen. Wer nur für einen begrenzten Zeitraum in den USA leben möchte, sollte einen Blick auf die Visamöglichkeiten für temporäre Aufenthalte werfen. Ohne die Greencard ist es also praktisch nicht möglich, einen legalen Job in Alaska zu bekommen und auszuüben.

Eine weitere Grundvoraussetzung, um in Alaska leben und zu arbeiten zu können, ist das Beherrschen der Sprache. Da es sich bei Alaska um einen US-Bundesstaat handelt, ist die Amtssprache Englisch. Wer einen längeren Aufenthalt in Alaska plant, sollte dementsprechend über gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift verfügen.

Arbeiten in Alaska – nicht immer einfach

Anchorage ist mit knapp 300.000 Einwohnern die größte Metropole des Bundesstaates und bietet entsprechend die vielfältigsten Jobperspektiven. Aufgrund der dünnen Besiedelung gilt das Jobangebot in Alaska generell aber als eher durchwachsen und unterliegt sehr deutlich saisonalen Schwankungen. Es gibt zum Beispiel etliche Jobs, die ausschließlich nur im Sommer ausgeübt werden können. Zu den typischen Branchen in Alaska zählen die Ölförderung und der Bergbau, die Forstindustrie, die Fischerei und auch die Tourismusbranche. Gut qualifizierte Fachkräfte und Akademiker aus bestimmten Branchen (z.B. Bergbau-Ingenieure) werden gesucht, haben in aller Regel bessere Chance auf einen Arbeitsplatz als unqualifizierte Arbeiter.

Wichtige Frage: Mögen Sie den Winter?

Wer in Alaska leben möchte, muss sich auf einen sehr langen Winter einstellen (mehr als ein halbes Jahr). Im nördlichsten Bundesstaat der USA ist es dann dunkel, klirrend kalt und das Land versinkt unter einer Menge Eis und Schnee. Wem das zu viel Winter ist, sollte eher einen anderen US-Bundesstaat auswählen.

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11 Comments on “Auswandern nach Alaska: Leben am Rande der Zivilisation”

  1. Ich liebe die Einsamkeit. Ich liebe die Stille. Ich liebe die klare frische Luft.
    Ich liebe die raue Natur und ihre Tiere. Ich liebe dieses Land.
    Gerne würde ich dort leben. Es ist schwer. Wie langedarf man da bleiben ohne greencard?
    Und darf ich zeitweise dort arbeiten?

  2. Hallo Christin,

    ohne Greencard darf man maximal 90 Tage in den USA bleiben. Arbeiten darfst du nicht.

    Viele Grüße

    Rainer

  3. hallo zusammen

    wie ist das wenn ich rentner bin , mit dem leben in alaska?

  4. Hallo Andre,

    falls du noch nie in Alaska warst, solltest du das Land erst mal im Rahmen eines längeren Urlaubs erkunden. Als Tourist ohne Greencard darfst du maximal 90 Tage am Stück in Alaska/ USA bleiben.

    VG Rainer

  5. hallo zusamme.
    Hab da mal nen paar fragen
    also wenn ich die greencard habe kann ich dan so.lange bleiben wie ich will wenn ich garnicht da arbeiten möchte und nur zim leben in der wildnis das heist rein ins land ab in den wald mir da im wald ein häuschen bauen und ganz auf mich alleine gestellt zusein muss mann sich da bei den behörden anmelden oder so oder muss mann sich im wald ein grundstück kaufen um was drauf zu bauen

  6. Hallo Philipp,

    mit der Greencard darfst du dich dauerhaft in den USA aufhalten und dort arbeiten. Es handelt sich quasi um eine Vorstufe zur US-Staatsbürgerschaft.

    Wenn du dich in der Wildnis niederlassen möchtest, musst du einiges beachten. Die meisten Landstriche befinden sich vermutlich in Privatbesitz oder gehören dem Staat. Du kannst dich also nicht einfach dort niederlassen und eine Blockhütte errichten. Wenn du dort wohnen möchtest, musst du Kontakt zum Besitzer aufnehmen und ihm das Stück Land abkaufen.

    Viele Grüße

    Rainer

  7. hallo Rainer
    eine fragen habe ich noch. bin aus der schweiz und möchte vorerst mal nur land-ein grundstück in alaska kaufen. geht das?
    danke und viele grüsse

  8. Hallo Stephanie,
    als Ausländer (ohne Greencard) darf man in den USA Grundbesitz erwerben. Allerdings ändert sich dadurch nichts an der Aufenthaltslage. Ohne Greencard darfst du dich maximal 90 Tage (mit Besuchervisum 180 Tage) am Stück in den USA aufhalten.
    Viele Grüße

    Rainer

  9. ich verfolge schon seit langem den Gedanken nach Alaska auszuwandern und ein völlig autarkes Leben dort zu leben, meine einzige Sorge oder Grund des noch warum ich es noch nicht in Angriff genommen habe ist, ich bin Diabethiker. Daher meine Frage wie es mit der Versorgung von Insulinen, gibt es da Erfahrungswerte?

  10. Ich würde gerne nach kaVik auswandern allerdings bin ich vorbestraft

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