Auswandern nach Mallorca

Rainer30.07.2010 in Länder

Valldemossa - das beruehmteste Dorf auf Mallorca

Mallorca gehört zur Europäischen Union und so ist die Einwanderung bzw. der Umzug auf die Lieblingsinsel der Deutschen eine reine Formsache. Die einzige Voraussetzung fürs Auswandern nach Mallorca ist ein gültiger Personalausweis oder Reisepass. Prinzipiell kann man in allen Ländern der EU eine Arbeit auch ohne Genehmigung aufnehmen.

Folgen der Wirtschaftskrise

Spanien steckt momentan in einer schweren Wirtschaftskrise, wobei Mallorca noch vergleichsweise glimpflich davon kommt. Der wichtigste Wirtschaftszweig Tourismus hat kaum Einbußen zu verzeichnen, insbesondere die Deutschen Touristen bleiben weiterhin ihrer Lieblingsinsel treu. Die Insel lebt quasi vom Tourismus und in Hotels und der Gastronomie finden Auswanderer noch am ehesten einen Job. Anders sieht es in der Bau- und Immobilienbranche aus, die Blase ist genau wie auf dem Festland auch auf Mallorca geplatzt. Die Preise für Ferienhäuser und Wohnungen sind deutlich gesunken, nur die hochwertigen Immobilien in guter Lage sind preisstabil.

Beliebte Regionen

Wer gerne Großstadtflair mit Strandnähe verbinden möchte, für den ist die Inselhauptstadt Palma de Mallorca im Süden eine interessante Option. Hier bieten sich für Auswanderer auch die besten Jobperspektiven. Wer mit der Familie und Kindern auswandert, findet hier auch eine deutsche Schule inkl. Kindergarten. Im Norden der Insel ist das beschauliche Pollenca bei deutschen Auswanderern sehr beliebt. Der kleine Ort mit knapp 17.000 Einwohnern liegt nördlich der Bucht von Alcudia, allerdings nicht in direkter Strandnähe, sondern ein paar Kilometer landeinwärts. Der ruhige Westen wird vom Gebirge Serra de Tramuntana geprägt. Ein beliebtes Auswanderungsziel in dieser Region ist die Gemeinde Sóller. Viele Prominente Auswanderer haben Ihre Zelte im Südwesten rund um Port d’Andratx aufgeschlagen. Hier müssen Auswanderer allerdings mit sehr hohen Mieten und Immobilienpreisen rechnen. Auch in der Inselmitte leben viele Auswanderer. Abseits der Touristenhochburgen sind die Preise und Lebenshaltungskosten am günstigsten.

Anmeldung

Nach drei Monaten muss man sich beim Einwohnermeldeamt „Ayuntamiento“ registrieren. Für die Registrierung muss ein Reisepass oder Ausweis vorgelegt werden. Ferner ist ein Nachweis der neuen Adresse notwendig. In der Regel reicht eine Vorlage des Mietvertrages. Auf den Ämtern wird nur spanisch gesprochen! Nach der Anmeldung erhält man eine Zuordnungsnummer für Ausländer und wird automatisch bei der Ausländerbehörde angemeldet. Diese Zuordnungsnummer wird für sämtliche Behördenangelegenheiten benötigt. Genauere Auskünfte gibt es auf der Internetseite der Deutschen Botschaft in Madrid.

Steuern und Sozialversicherung

Die Steuerabgaben in Spanien sind geringer als in Deutschland. In der Regel wird ein Steuersatz von knapp 9 % fällig, wenn das monatliche Einkommen die Grenze von 4100 Euro nicht überschreitet. Je höher das Einkommen liegt, desto höher ist auch der Steuersatz. Monatliche Einkommen über 10.000 Euro und über 14.500 Euro werden mit ca. 15% und 18,5% versteuert. Bei höheren Einkommen liegt der Steuersatz bei knapp über 29%. Die Sozialversicherung umfasst Beiträge zur Renten- und Arbeitslosenversicherung. Leider zahlen Arbeitgeber nur einen sehr geringen Betrag. Den größten Anteil muss der Arbeitnehmer tragen.

Krankenversicherung

Das spanische Gesundheitssystem wird nicht über die Sozialversicherung geregelt, sondern über Steuergelder finanziert. Allerdings sind Personen nur dann krankenversichert, wenn sie sich im Sozialversicherungssystem anmelden. Das spanische Gesundheitssystem ist gut, allerdings empfiehlt sich eine Zusatzversicherung. Dadurch erhält man eine bessere ärztliche Versorgung, die mit der deutschen Versorgung vergleichbar ist. Wer nur im staatlichen System versichert ist, muss bei Operationen mit langen Wartezeiten rechnen. Viele Leistungen werden zudem nicht angeboten. Auch für Zahnbehandlungen empfiehlt sich eine Zusatzversicherung.

Man spricht Deutsch

In Sachen Sprache ist Mallorca ein echter Sonderfall. Zwar sprechen viele Mallorquiner Deutsch und Englisch, aber das gilt nur für die Bereiche Hotel und Gastronomie. Ansonsten herrscht auf Mallorca ein Sprachen-Wirrwarr. Die beiden Amtssprachen sind Katalanisch und Kastilisch (»Spanisch«) wobei die Einheimischen Mallorquinisch (ein Dialekt von Katalanisch) sprechen. Die erste Schulsprache ist Katalanisch, als zweite Sprache lernen die Schüler Spanisch.
Wer auf Mallorca lebt und arbeitet sollte mindestens über spanische Grundkenntnisse verfügen und diese idealerweise bereits im Vorfeld der Auswanderung erwerben oder auffrischen.

Rente auf Mallorca

Für viele Rentner ist Mallorca das Traumziel für einen angenehmen Ruhestand in mediterraner Umgebung schlechthin. Was oft als regelmäßiger Urlaub zu berufsaktiven Zeiten begann, wird nach der Pensionierung zum Lebensmittelpunkt in der eigenen oder gemieteten Immobilie.

Auf Mallorca leben und arbeiten

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7 Comments on “Auswandern nach Mallorca”

  1. Sehr gute Tipps. War schon immer meine Idee mal nach Spanien zu ziehen, aber auch ein Umzug in der EU ist ja nicht so einfach wie man vielleicht denkt.

  2. Manch einer stellt es sich aber auch einfach vor, da wird dann mit 1000 euro ausgewandert und nach 2 Monaten landen ebendiese als sozialfälle wieder in deutschland – Besser vorher hier auf auswandern-Handbuch.de informieren!

    Klasse und informative Seite ! Weiter so

  3. Eine Auswanderung sollte gut vorbereitet sein und eine finanzielle Basis haben

  4. Wir denken auch über einen Umzug auf Mallorca nach, finanziell ist das kein Problem, aber die Hemmschwelle mit Kindern umzuziehen ist da schon deutlich höher als ohne.

  5. Ich komm ausm Ruhrpott und will nach Malle auswandern. Am liebsten würde ich dort eine eigene Kneipe aufmachen mit klassischer Deutscher Küche.
    Dat is doch mal innovatief, oder was meint Ihr.

    Euer Karl Heinz

  6. Ich kann jedem der sich mit dem Gedanken befasst Auszuwandern empfehlen sich erst mal das leben vor Ort an zu sehen. Ich zb habe es so gemacht das ich mir vor Ort einen ansässigen Betrieb gesucht habe und dort ein zwei monatiges Praktikum absolviert habe. Ich hatte Glück das alles wunderbar gepasst hat und ich nun ein Job Angebot meines Chefs bekommen habe.
    Ich möchte damit nur sagen das ich, so wie die meisten mit ganz anderen Vorstellung hergekommen bin wie es im Endeffekt ist. Man darf auch nicht vergessen das Mallorca großteils vom Tourismus lebt, das es sicher in der Saison nicht wirklich schwer ist einen Job zu finden allerdings sieht es im Winter wieder ganz anders aus.

  7. Hallo,
    ich werde ab dem 15.6 auf Malle sein. Habe aber einen Job bei CC24.
    Eins habe ich in 53 Jahren meines Leben gelernt: Jeder hört, sieht, empfindet und interpretiert anders. Ich freue mich mich schon riesig.
    Gerda

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