Mallorca gehört zur EU und so ist die Einwanderung eine reine Formsache. Man benötigt lediglich einen Personalausweis oder Reisepass. Prinzipiell kann man in allen Ländern der EU eine Arbeit auch ohne Genehmigung aufnehmen. Trotzdem verlangen viele Arbeitgeber eine Arbeitserlaubnis. Daher sollte man sich zuvor erkundigen. Nach drei Monaten muss man sich beim Einwohnermeldeamt „Ayuntamiento“ registrieren. Für die Registrierung muss ein Reisepass oder Ausweis vorgelegt werden. Ferner ist ein Nachweis der neuen Adresse notwendig. In der Regel reicht eine Vorlage des Mietvertrages. Auf den Ämtern wird nur spanisch gesprochen! Nach der Anmeldung erhält man eine Zuordnungsnummer für Ausländer und wird automatisch bei der Ausländerbehörde angemeldet. Diese Zuordnungsnummer wird für sämtliche Behördenangelegenheiten benötigt. Genauere Auskünfte gibt es auf der Internetseite der Deutschen Botschaft in Madrid.
Steuern und Sozialversicherung
Die Steuerabgabe in Spanien sind geringer als in Deutschland. In der Regel wird ein Steuersatz von knapp 9 % fällig, wenn das monatliche Einkommen die Grenze von 4100 Euro nicht überschreitet. Je höher das Einkommen liegt, desto höher ist auch der Steuersatz. Monatliche Einkommen über 10.000 Euro und über 14.500 Euro werden mit ca. 15% und 18,5% versteuert. Bei höheren Einkommen liegt der Steuersatz bei knapp über 29%.
Die Sozialversicherung umfasst Beiträge zur Renten- und Arbeitslosenversicherung. Leider zahlen Arbeitgeber nur einen sehr geringen Betrag. Den größten Anteil muss der Arbeitnehmer tragen. Weitere Auskünfte gibt es unter www.seg-sozial.es.
Das Gesundheitssystem
Das spanische Gesundheitssystem wird nicht über die Sozialversicherung geregelt, sondern über Steuergelder finanziert. Allerdings sind Personen nur dann krankenversichert, wenn sie sich im Sozialversicherungssystem anmelden. Das spanische Gesundheitssystem ist gut, allerdings empfiehlt sich eine Zusatzversicherung. Dadurch erhält man eine bessere ärztliche Versorgung, die mit der deutschen Versorgung vergleichbar ist. Wer nur im staatlichen System versichert ist, muss bei Operationen mit langen Wartezeiten rechnen. Viele Leistungen werden zudem nicht angeboten. Auch für Zahnbehandlungen empfiehlt sich eine Zusatzversicherung.
„Man spricht Deutsch“
In Sachen Sprache ist Mallorca ein echter Sonderfall. Zwar sprechen viele Mallorquiner Deutsch und Englisch, aber das gilt nur für die Bereiche Hotel und Gastronomie. Ansonsten herrscht auf Mallorca ein Sprachen-Wirrwarr. Die beiden Amtssprachen sind Katalanisch und Kastilisch (»Spanisch«) wobei die Einheimischen Mallorquinisch (ein Dialekt von Katalanisch) sprechen. Die erste Schulsprache ist Katalanisch, als zweite Sprache lernen die Schüler Spanisch. Wer in Mallorca arbeitet sollte mindestens über spanische Grundkenntnisse verfügen und diese idealerweise bereits im Vorfeld der Auswanderung erwerben (Spanisch lernen, aber wie?) oder per Vokabeltrainer auffrischen.
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Sehr gute Tipps. War schon immer meine Idee mal nach Spanien zu ziehen, aber auch ein Umzug in der EU ist ja nicht so einfach wie man vielleicht denkt.