Knigge-USA: Diese Fettnäpfchen sollte man vermeiden

Rainer18.01.2016 in Länder

Death Valley USA Foto: Pixabay.com

Fremde Länder, andere Sitten: In den USA ist einiges anders als in Deutschland. Auch wenn zig Millionen Amerikaner europäische (und deutsche) Vorfahren haben, so sind Amerikaner und Europäer doch grundverschieden. Nach außen hin erscheinen Amerikaner immer locker und entspannt, doch in manchen Situationen können sie ziemlich prüde sein. Diese Fettnäpfchen sollten Sie vermeiden, dann sind Sie für Ihren nächsten USA Aufenthalt bestens gerüstet.

1. Im Restaurant: wait to be seated

In Restaurants findet man sehr häufig den Hinweis “ Please wait to  be seated“. Sie sollten also warten, bis Ihnen von der Bedienung ein freier Tisch zugewiesen wird. Es ist unhöflich, einfach so in einem Restaurant Platz zu nehmen.

2. Trinkgeld

Das Trinkgeld fällt in den USA deutlich höher aus als in Deutschland. 15 bis 20 Prozent von der Gesamtrechnung sind in den USA angemessen. Ob im Taxi oder im Restaurant, man sollte nicht aufrunden. Bei einer Rechnung von 13,37 Dollar sollten Sie keinesfalls 14 Dollar bezahlen. Damit machen Sie sich unbeliebt. Bei einer Rechnung von 13,37 Dollar sind 15 oder 16 Dollar angemessen. Amerikanische Kellner verdienen häufig nur den gesetzlichen Mindestlohn und sind aufs Trinkgeld angewiesen. Bei einem Lohn von etwa 7 Dollar pro Stunde zählt jeder weitere Dollar! Runden Sie also großzügig auf.

3. Verhalten bei Verkehrskontrollen

Amerikanische Polizisten neigen zum schnellen Schusswaffengebrauch. Wer im Mietwagen unterwegs ist, sollte bei einer Polizeikontrolle vor allem Ruhe bewahren. Tief durchatmen, alles wird gut. Da der Polizist nicht weiß, was Sie vorhaben, kann er zu drastischen Maßnahmen greifen. Am besten ist es, beide Hände ans Lenkrad zu halten und weitere Anweisungen des Polizisten abzuwarten. Vermeiden Sie hektische Bewegungen und greifen Sie niemals ins Handschuhfach! Diese Bewegung könnte mit dem Zücken einer Waffe verwechselt werden.

4. Höchstgeschwindigkeit

Die USA ist 25mal so groß wie Deutschland und so manche Autofahrt erscheint endlos lang. Dennoch sollten Sie nicht versuchen die Fahrtzeit zu verkürzen, indem Sie mit überhöhter Geschwindigkeit rasen. Autobahnen ohne Geschwindigkeitsbegrenzung kennt man in den USA nämlich nicht. Geschwindigkeitskontrollen kommen häufig vor und Verstöße werden streng geahndet.

In den USA gibt es keine einheitliche Geschwindigkeitsbegrenzung. Je nach Bundesstaat und Straßentyp (Interstate, US-Highway, State Roads) gelten eigene Regeln. Auf Hawaii liegt die Höchstgeschwindigkeit beispielsweise bei 60 Meilen (ca. 97 Stundenkilometer) in Texas sind auf einigen Straßen bis zu 80 Meilen (129 km) erlaubt. Achten Sie auf die Straßenschilder und halten Sie sich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen, selbst bei freier Strecke.

5. Begrüßung auf Amerikanisch

Ein kräftiger Händedruck ist beim ersten Kennenlernen, im Geschäftsleben und bei formellen Anlässen üblich. Unter Freunden oder Bekannten grüßt man sich mit einer freundlichen Umarmung. Im Urlaub genügt die simple Redewendung „Hi, how are you?“.

Bei der Begrüßung ist es üblich, seine Begleitung vorzustellen – auch bei kurzen Gesprächen. Darüber hinaus sind Amerikaner umgängliche Menschen, die mit unverbindlichem Smalltalk glänzen. Auf die Frage „How are you?“ sollten Sie kurz und knackig antworten „I’m fine, and you?“, anstatt Ihre Lebensgeschichte zu präsentieren.

6. Alkohol in der Öffentlichkeit

Ein gemütliches Bierchen im Freien (am Strand oder im Park) kann bereits zu einem Konflikt mit den Gesetzeshütern führen. Alkoholische Getränke dürfen in den USA nie offen transportiert und auch nicht konsumiert werden. Amerikaner behelfen sich damit, indem sie das alkoholische Getränk in eine schlichte braune Papiertüte einwickeln. Das ist die einzige akzeptable Transportmöglichkeit für alkoholische Getränke in der Öffentlichkeit.

7. Entschuldigung, ich suche die Toilette? / Excuse me, where’s a toilet?

Was auf Deutsch äußert höflich klingt, ist in den USA ein absolutes No-Go. Ein WC wird in öffentlichen Gebäuden als „Restroom“ und daheim als „Bathroom“ bezeichnet. Alternativ können Sie nach einem „Ladies‘ room“ oder „Men’s room“ fragen. Die Amerikaner verbinden mit einer „Toilet“ das eigentliche Klobecken.

8. Prüde Amerikaner

Hollywood präsentiert gerne eine schrille Gesellschaft, die keine Tabus kennt. Ganz so ist es nicht – Amerikaner können sogar sehr prüde sein. „Oben ohne“ am Strand ist in den USA nicht gerne gesehen und kann sogar polizeilich geahndet werden. Auch Kinder sollten im Freibad oder am Strand nie nackt herumlaufen.

Foto: Death Valley USA / Pixabay.com

3 Comments on “Knigge-USA: Diese Fettnäpfchen sollte man vermeiden”

  1. Ich finde es total richtig, bei uns ist es ja schon Abschaum was so manche sich erlauben.Und gutes Benehmen schadet glaube ich keinen.
    Ich bin es ja gewohnt förmlich zu sein,da ich ja selbst aus einem Job komme wo ein gutes Image gefragt ist.Gastronomie.
    So das wäre es.
    Mit freundlichen Grüßen Margot Kolar
    Österreich Kärnten

  2. Wir waren schon 7 x jeweils für 4 Wochen in USA/Kanada haben leichte Erdbeben und Tornados bzw. schwere Gewitter mitgemacht. Wenn man sich an die o.g. Regeln hält, vor allem schon in Deutschland informiert und auch Gegenden meidet wo man weiß es könnte was passieren z.B. Las Vegas an den Ortsrändern passiert auch nichts. Die Amerikaner sind freundliche, hilfsbereite aber oberfl. Leute, kümmen sich nur um ihre eigenen Sachen, Ausland etc. ist denen völlig egal. Wir waren teilweise schockiert was die für Meinungen und Ansichten von Deutschl. haben, die fragten uns tatsächlich ob wir eine Demokratie haben, ob es Sisi wirklich gegeben hat und warum wir Häuser aus Stein bauen, warum wir keine Klimaanlagen in den Häusern haben etc. Das einzige was für uns dort zählt sind die faszinierenden Landschaften, National Parks. Die schönste Stadt für uns ist San Francisco und in Kanada Vancouver.

  3. Wichtige Regeln die vor jedem Amerika-Urlaub genau angeschaut werden sollten.
    Gerade das Trinkgeld ist eine wichtige Sache, da die Amerikaner davon leben.

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