Sprachen lernen mit Rosetta Stone: Erfahrungen & Test

by Rainer

Rosetta StoneIch habe die bekannte Sprachlernsoftware von Rosetta Stone im Detail getestet und möchte euch mal meine Erfahrungen mitteilen. Rosetta Stone hat es sich zum Ziel gesetzt, das Erlernen einer Fremdsprache mit Hilfe modernster Technologie im Multimediabereich so einfach wie möglich zu gestalten, wobei besonderen Wert auf die natürliche Lernfähigkeit eines Individuums gelegt wird.

Welche Sprachen werden angeboten?

Rosetta Stone bietet 33 verschiedene Sprachen an, womit laut eigenen Angaben der Sprachraum von 150 Ländern sowie 90% der Weltbevölkerung abgedeckt wird. Dabei werden neben europäischen Sprachen wie Englisch (Britische/ Amerikanische Version erhältlich), Spanisch, Französisch, Italienisch, Portugiesisch (Brasilien), Irisch, Dänisch, Russisch etc. auch beispielsweise Arabisch, Chinesisch (Mandarin), Japanisch und Koreanisch angeboten. Auch weniger verbreitete Sprachen wie zum Beispiel Walisisch stehen zur Verfügung.

Sprachangebote:
EnglischkursSpanischkursItalienischkursFranzösischkursPortugiesischkursSchwedischkursTürkischkursNiederländischkursPolnischkursRussischChinesischJapanischArabischGriechischHebräischHindi (Indien)Persisch (Farsi)PhilippinischVietnamesisch
Irisch

Komponenten

Rosetta Stone besteht aus mehreren Komponenten. Es gibt einen Übungsteil, welcher als Download oder CD-ROM Version erhältlich ist. Man installiert die Software auf dem heimischen Rechner (PC oder Mac) und benötigt dann für die Übungen keine Internetverbindung.

Rosetta Stone bietet Online allerdings auch weitere Features an (genannt TOTALe). Dazu gehört der Online Unterricht mit qualifizierten Sprachtrainern (Live-Konversations-training). Wer also zusätzlichen Sprachunterricht belegen möchte, benötigt entsprechend Online Zugriff.

Beginnen wir aber zunächst mit dem Übungsteil:

Lernmethodik

Das Lernkonzept basiert auf der natürlichen Lernfähigkeit eines jeden Menschen. Rosetta Stone bezeichnet dieses Konzept auch als “Dynamic Immersion®” (zu Deutsch etwa: “dynamisches Eintauchen”). Dabei wird der Ansatz verfolgt, dass man eine Sprache am besten so erlernt wie die eigene Muttersprache, nämlich durch den Vorgang des Sprechens selbst. Dabei werden Wörter vorgesprochen und diese passenden Bildern zuordnet (z.B. eine Frau, ein Mann). Anhand der Kombination aus Wort und Bild lässt sich der jeweilige Begriff leicht erschließen, ohne dass man die deutsche Übersetzung benötigt. Daher findet man bei Rosetta Stone auch keine Übersetzungen. Im Anschluss werden dann ähnliche Bilder angezeigt und die Begriffe müssen entsprechend zugeordnet werden.

Rosetta Stone

Rosetta Stone Dynamic Immersion

Im Verlauf der Übungen werden die Vokabeln erweitert (Der Mann isst, die Frau trinkt….) und entsprechend mit neuen Bildern erweitert. Die Bilder werden auch immer wieder in unterschiedlicher Reihenfolge angezeigt um die Übungen zusätzlich zu erschweren.

Dieses Verfahren wird mit dem Lernerlebnis eines Kindes verglichen, das instinktiv Erfahrungen in seiner unmittelbaren Umgebung sammelt und damit automatisch bestimmten Objekten und Emotionen die entsprechenden Begriffe zuordnet. Dabei wird versprochen, ohne lästiges auswendig lernen von Vokabeln oder komplizierte Grammatikregeln in die neue Sprache einzutauchen. Durch die regelmäßige Wiederholung des Gelernten werden die Informationen dann dauerhaft im Langzeitgedächtnis gespeichert, was Rosetta Stone unter dem englischen Begriff “Adaptive Recall™” zusammenfasst.

Ausspracheübungen

Neben dem Zuordnen von Wort-Bild Kombinationen sind Ausspracheübungen ein zentrales Element von Rosetta Stone. Bei den Ausspracheübungen verwendet Rosetta Stone eine Spracherkennungssoftware, welche ein direktes Feedback liefert. Hierfür benötigt der Lernende lediglich einen USB-Kopfhörer und ein Mikrofon. Zu Beginn der Übungen muss der Lernende Alter und Geschlecht angegeben, damit Rosetta Stone das passende Sprachmodell auswählen kann. Dem Nutzer werden während der Übung Waveform Graphen zur Unterstützung angezeigt. Der Lernende kann die Aussprache eines Muttersprachlers (oben rechts) mit der eigenen (darunter) vergleichen und die Aussprache ggf. so lange wiederholen, bis es passt.

Spracherkennung mit Waveform Graphen

Schreibübungen

Neben dem Zuordnen von Bildern und Ausspracheübungen, sind auch Schreibübungen ein wichtiges Element von Rosetta Stone. Bei den Schreibübungen verwendet Rosetta Stone eine Bildschirmtastatur, damit Lernende auch die verschiedenen Sonderzeichen der jeweiligen Sprache leicht finden. Mittels farblicher Hervorhebung wird man auf Schreibfehler hingewiesen.

Schreibübung mit Bildschirmtastatur

Zusätzlicher Online Zugang (TOTALe)

Zusätzlich zum genannten Übungsteil gibt es bei Rosetta Stone auch ergänzende “Online-Features”, für welche man einen Online-Account bei Rosetta Stone anlegen muss:

  • Live-Sessions

Ein besonderes Feature sind die Live-Sessions mit einem Muttersprachler als Tutor. Eine solche Live Session wird nach Abschluss jeder Lerneinheit angeboten und dauert 25 Minuten. Die Live-Session findet in einer kleinen Gruppe mit maximal 3 anderen Teilnehmern statt, kommuniziert wird per Headset/Mikrofon und man sieht den Trainer/ die Trainerin per Webcam. Die Live Sessions sind klar strukturiert mit Fragen und Spielen zu den Themen der letzten Lerneinheit.

  • Apps fürs iPhone, iPad und Android-Geräte

Um unterwegs zu lernen, gibt es bei TOTALe auch Apps fürs iPhone, iPad und Android-Geräte. Die Apps sind kostenlos für Nutzer des Online-Abonnements TOTALe. Die Übungen der App sind denkbar einfach, es werden Wörter und einzelne Silben vorgesprochen und der Nutzer muss diese anschließend nachsprechen und erhält umgehend eine Bewertung mittels Spracherkennung. Man kann die App also gut nutzen, um die Aussprache zu verbessern und Vokabeln zu lernen. Leider lässt sich bei der App nicht der Lernfortschritt (absolvierte Übungen) speichern. Für den Test habe ich das Android Smartphone HTC S One genutzt, im Testzeitraum lief die App sehr stabil.

  • Community und Lernspiele

Mittels Chatfunktion besteht die Möglichkeit, sich mit Lernenden aus aller Welt auszutauschen. Daneben bietet Rosetta Stone diverse Lernspiele wie Bingo und Memory an, um sich Begriffe besser einzuprägen. Die Spiele werden erst freigeschaltet, wenn man eine bestimmte Lernstufe erreicht hat.

Preise

Die Rosetta Stone Sprachkurse werden derzeit als Software-Download oder als CD-ROM (Miniboxen) angeboten. Beim Software-Download kann man direkt mit dem Lernen loslegen, während man bei der Minobox natürlich noch den Versand abwarten muss (dieser ist aber kostenlos). Das Download-Paket kostet einmalig 269 Euro, während die Minibox für 299 Euro erhältlich ist.

Für den Online-Zugriff (TOTALe) mit den Live-Sessions und Mobile Apps entstehen weitere Kosten von 4,58 Euro pro Monat (Vertragslaufzeit:sechs oder zwölf Monate). Im Preis sind vier 25-Minütige Live-Sessions enthalten. Wer sich für den Online Zugriff interessiert, kann diesen direkt im Anschluss an die Software-Installation (Download bzw. CD-ROM Minbox) einrichten.

Für wen eignet sich Rosetta Stone?

Rosetta Stone ist prinzipiell für alle Personen ab 6 Jahren geeignet, die einen Computer bedienen können. Neben Privatpersonen, die die Software im Rahmen des Selbststudiums nutzen, wendet sich das Unternehmen jedoch auf seiner Internetseite auch an spezielle Zielgruppen. Dazu gehören laut eigenen Angaben vor allem Unternehmen, Hochschulen, Behörden, Sprachschulen und Institute.

Vor- und Nachteile von Rosetta Stone

  • Dynamic Immersion®-Methode

Insbesondere die Dynamic Immersion®-Methode ist meiner Ansicht nach ein Schritt in die richtige Richtung. Viele Menschen schrecken vor allem aufgrund scheinbar komplizierter Grammatik davor zurück, eine neue Fremdsprache zu erlernen und berauben sich damit der Möglichkeit, ihren kulturellen Horizont zu erweitern. Unter dem Aspekt des natürlichen Lernens dürfte die Anfangsphase des Lernprozesses für viele damit wesentlich angenehmer sein. Auch die multimediale Unterstützung in Form von Bild- und Audiomaterial schafft Abwechslung und sorgt mit Sicherheit für Motivation.

  • Spracherkennung

Besonders gut gefällt mir, dass Rosetta Stone die Aussprache des Lernenden überprüft und diesem regelmäßig Feedback über dessen Fortschritte gibt. Insbesondere die Aussprache bestimmter Wörter und Sätze leidet im gewöhnlichen Schul- und Studienalltag meist erheblich, da in den meisten Fällen einfach nicht genügend Zeit vorhanden ist, diesen Teilaspekt umfassend zu berücksichtigen.

  • Live Sessions

Ein großes plus gibt es auch für Live Sessions mit Tutor. Im Vergleich zur Sprachschule /Sprachtrainer kann man hier viel Geld sparen.

  • Viele Sprachen

Ebenfalls positiv hervorzuheben ist die Sprachenvielfalt. Im Vergleich zu anderen Online Anbietern bietet Rosetta Stone mit insgesamt 33 Sprachen die größte Vielfalt an Sprachen. So gibt es eigene Kurse für britisches und amerikanisches Englisch, Spanisch wird in einer lateinamerikanischen und einer spanischen Version unterrichtet, Koreanisch oder Dänisch sucht man bei den anderen Anbietern vergeblich.

  • Hoher Preis

Es gibt allerdings auch negative Aspekte, die man unbedingt hervorheben sollte. Dazu gehören meiner Meinung nach die geradezu exorbitanten Preise, die viele abschrecken dürften. Gerade Schüler und Studenten verfügen vermutlich meist nicht über die finanziellen Mittel, sich das umfassende Kursangebot leisten zu können. Hier wäre es wünschenswert, wenn Rosetta Stone vor allem dieser Zielgruppe preislich entgegenkommt.

Fazit

Rosetta Stone überzeugt inhaltlich mit seinem ausgereiften Lernkonzept und dem sinnvollen Einsatz von Multimediakomponenten, die das Lernerlebnis auf jeden Fall interessant, abwechslungsreich und effektiv gestalten. Lediglich der hohe Preis ist für viele Interessenten wohl unerschwinglich. Aus diesem Grund sollte man auch einen Blick auf alternative Anbieter wie Babbel werfen, die teilweise ähnliche Angebote mit vergleichbaren Softwarefeatures bieten und ihre Produkte dabei nur zu einem Bruchteil der oben genannten Preise anbieten.

Alternativen: Babbel, Busuu, Lingorilla

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{ 12 comments… read them below or add one }

Mike Februar 3, 2012 um 16:32

Als Busfahrer habe ich sehr viel mit Sprachen zu tun, während langen fahrten habe ich immer meinen notebook dabei. De Abruf per CD-Rom ist recht praktisch auch wenn man mal was “nachsehen” will

Carina Februar 6, 2012 um 10:03

Danke für den Tipp!

McTakedh März 4, 2012 um 13:42

Ausschließlich “online” nutzbar. Nur mit ausreichender Bandbreite sinnvoll ansonsten leider absolut unzumutbar!!! Man fühlt sich in die Zeit der ersten Online-Sprachkurse zu compuNet-Zeiten zurück versetzt. Der jeweilige Kurs wird immer wieder GANZ geladen – kein Cache, keine Offline-Möglichkeit. Ein kleiner Netzwerkfehler und der Ladevorgang fängt von vorn an – und oft erhält man dann die Benachrichtigung, man sei bereits angemeldet… Abmelden… Anmelden… wieder Ladevorgang. DAS IST PEINLICH!! Für 25€/Monat schlicht eine Frechheit… Schade, dass es RS nicht mehr auf CD gibt. In der jetzigen Form NICHT empfehlenswert!

Carina März 5, 2012 um 12:41

Vielen Dank für die Infos!

Mayinga Mai 13, 2012 um 20:49

Hallo Zusammen,
nutze Rosetta Stone TOTALe und finde es sehr gut. V.a die Funktion in Gruppen zu lernen macht viel Spass und man komt gut weiter. Ich würde mich freuen, wenn RS mal nen Chat/Workshop ins leben ruft der Themenbezogen ist, kurze Geschichte und dann Frage Antwortspiel.
Gruß

Maike Juli 28, 2012 um 12:15

Hallo,

ich nutze Rostta Stone “Mandarin” seit einigen Monaten.Prinzipiell ist es die beste Lernmethode, die mir bislang untergekommen ist. Mit Langenscheidt und echtem Sprachkurs kam ich nicht weit. Aus einem Buch lernen mit Sprach-CD ohne Kontrolle bringt bei Chinesisch nicht viel und der Sprachkurs war viel zu selten.
Allerdings stört mich eins massiv- Rosetta Stone ist meiner Meinung nach meistens zu einfach. Wiederholung muss sein, klar, aber wenn mir angeblich das Schreiben eines Satzes beigebracht wird, indem ein Satz, der vorher schon unzählige Male in der Lektion erschienen ist, lediglich in zwei Teile geschnitten wird, die richtig anzuordnen sind, bleibt ein effektiver Lerneffekt aus. Um solch einen zu erhalten, muss man sein Gehirn schon in einem Midestmaß selbst arbeiten lassen. Dann sind auch nicht so extrem viele Wiederholungen nötig. Auch, wenn man einem Wort z.B. das korrekte Bild zuordnen soll, fände ich es schön, wenn mehr als vier Bildchen zur Auswahl stünden. Bei mir entstehen da eher Konzentrationsfehler aus Langeweile.

Bernd Mai 12, 2013 um 14:07

Es ist eine sehr einfache Art eine Sprache zu lernen, sie macht Spass und man bleibt laenger am Ball. Jedoch gibt es keine Moeglichkeit wirklich Mandarin zu schreiben. Es wird viel zu wendig Statzstruktur erklaert. Folge ist, man kann nur die angebotenen Saetze wiederholen, hat aber nicht verstanden wie sie konstruiert werden. Man lernt halt nur ein Teil der Sprache und muss zumindestens spaeter wieder eine Sprchschule besuchen.

Johann Mayer Dezember 24, 2013 um 12:16

Hübsche Werbeseite für Rosetta Stone.
Allerdings sehe ich das nicht so unkritisch, das Lernsystem ist generisch, dadurch kann man problemlos die Bild un Didaktiksequenzen auf beliebige Sprachen übertragen. Die Bilder bleiben uneindeutig, bedeuted das Wort nun Spüle oder Spülbecken. Ohne Wörterbuch ist man verloren. Auch die Einführung der Wörter ist ziemlich unpraktisch. Es interessiert mich nicht, was heißt “ich spreche Chinesich”, ich würde im Ausland auf Nachfrage gerne sagen können “ich komme aus Deutschland”, aber das geht natürlich nicht, wenn man x Sprachen generisch bedienen will. Insgesamt also ein relativ einfaches System, das eher auf Gewinnmaximierung abzielt.

Aber keine Frage: eine Campuslizenz ist nett zum Reichschnuppern in diverse Sprachen. Richtiges Sprachlernen sieht aber anders aus. Privat würde ich das nie für soviel Geld kaufen, da gibt es für 100 Euro vieles, was weit besser ist und viel bessers Feedback bei Ausspracheübungen gibt.

BigMäg Januar 20, 2014 um 13:27

@Johann Mayer

Und welche wären das z.B.? Es ist immer gut zu sagen es gibt 843.000.000 bessere, viel tollere und günstigerere Alternativen, um dann nichtmal eine einzige zu nennen…das hilft dann niemandem.

Gut gemacht!

Frager Januar 31, 2014 um 17:31

Die Frage stellt sich mir: WAS lerne ich da KONKRET? Handlungsfähigkeit im Umgang mit einer Sprache, wenn es darauf ankommt? Zum Beispiel, wenn man in der Sprache eine Gruppe fachspezifisch unter Verwendung der Spache unterrichten will? Stellen Sie sich vor: Sie möchten als Dozent gegenüber Schweden unterrichten. Die Sprache benötigen Sie aber…. also möchten Sie diese erlernen….
Das ist das erklärte Ziel.
Kann man das Ziel damit erreichen?

Falielia März 23, 2014 um 19:53

Also ich muss zum lernen sagen, das es natürlich viel Spaß macht durch das eine Prinzip doch recht schnelle Erfolge im lernen zu erziehlen. Schnell ist die ein oder andere Lektion geschafft ohne wirklich viel dafür gemacht zu haben!

Aber wie schon in den Kommentaren vorher beschrieben, brauch man bei für die meisten Sprachen mindestens Internet oder ein gutes Wörterbuch zum nachschlagen einzelner Vokabeln. Ich lerne zurzeit Japanisch und viele der dort angesprochenen Wörter sind in der eigentlichen Sprache eher umgangssprachlich und werden auch meist gar nicht gebraucht. Das macht manchmal das lernen doch ein wenig zermürbend und Motivationsraubend, wenn ein neues Wort in einer Lektion vorkommt, man aber von bereits gelernten Wörtern keinen unterschied feststellen kann bzw. man eine gleiche Bedeutung vermutet…

Mike Juli 13, 2014 um 01:57

Hi, ich kann der Bewertung des Testers auch nicht viel abgewinnen.
Ich habe als Kind in der Schule Englisch gelernt und später über eine Volkshochschule Spanisch angefangen und Französisch mal ausprobiert.
Danach war ich im Studium im Ausland und habe dort mein Spanisch auf ein sehr gutes Niveau gebracht. Ich kann also verschiedene Lehrmethoden recht gut beurteilen. Ich habe damals auch versucht mit Rosetta Stone zu lernen, weil ein Freund es hatte.
Es hat mir leider gar nichts gebracht.
Man ordnet die Bilder bestimmten Wörtern zu, aber eher aus Gewohnheit als dass man es richtig übersetzt. Ok man lernt ein paar Vokabeln, aber das fast jegliche Grammatik fehlt ist ein KO-Kriterium.
Wenn mal ein Freund fragt was man am Vortag gemacht hat und man nicht nur “Die Frau trinkt Milch” oder andere Phrasen in der Gegenwart sagen möchte ist man schnell verloren.
Es wird fast keine Grammatik vermittelt, deshalb hat man auch keine Ahnung wie man Vergangenheit oder ähnliches für die einzelnen Personen bilden muss.
Also für den Preis würde ich Rosetta Stone niemandem empfehlen.
Ich benutze jetzt seit ca. einem Monat Babbel um jetzt mal richtig Französisch zu lernen und bisher bin ich sehr zufrieden. Es gibt ähnliche Übungen wie bei Rosetta, aber eben auch die Übersetzung und langsam und einfach auch grundsätzliche Grammatik Erklärungen. Wenn man überhaupt am Computer lernen möchte, sollte man sich Babbel oder Busuu mal ansehen. Zumindest mir hilft es wirklich.

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