Auswandern nach Bali (Indonesien)

Rainer Hellstern4. März 2013 in Länder

Bali cc Flickt /Pondspider

Bali ist als Ziel für Auswanderer aus Deutschland nach wie vor Geheimtipp. Die beliebte Ferieninsel im Indischen Ozean wird vor allem von Australiern und Niederländern für ein Aussteigen auf Zeit oder für immer auch im Rentenalter geschätzt. Warum von den rund 17.000 Inseln, die zu Indonesien gehören, gerade Bali bevorzugt wird, hat vielerlei Gründe. Neben reizvollen Palmenstränden und einem ganzjährig milden Klima locken die Liebenswürdigkeit und die traditionell tolerante Kultur der vornehmlich hinduistischen Bevölkerung.

Hauptziel für Auswanderer auf Bali ist der Süden der Insel mit den Traumstränden von Kuta und Nusa Dua. Hier gibt es eine gut ausgebaute touristische Infrastruktur mit entsprechend besserer ärztlicher Versorgung. In jüngerer Zeit haben sich die etwas kleineren und ruhigeren Nachbarinseln Lombok und Sumbawa sowie das Riau-Archipel wegen der unberührten Landschaft, sauberen Strände und der noch günstigeren Lebenshaltungskosten zu Alternativen für Auswanderer entwickelt. Vor allem Lombok mit Traumstränden wie Senggigi wird zunehmend beliebt.

Lebenshaltungskosten

Die Lebenshaltungskosten liegen auf Bali selbst in den Touristenhochburgen weit unter dem von Deutschland/Europa. Noch preiswerter ist das Leben auf abgeschiedenen, bei Einwanderern beliebten Inseln wie Lombok. Dabei lebt besonders preiswert, wer sich an die einheimischen Essgewohnheiten hält. So ist das indonesische Nationalessen Nasi Goreng in großer Portion und guter Qualität für umgerechnet 80 Cent zu erhalten, Wasser in großen Kanistern kostet in etwa das Gleiche. Alkoholische Gentränke sind auf Bali problemlos erhältlich, allerdings verhältnismäßig teuer. Lebensmittel die aus Europa importiert werden, sind erhältlich, aber sehr teuer.
Das Wohnen ist auf Bali preiswert, für 100 Euro im Monat ist schon eine zweckmäßig ausgestattete Wohnung zu mieten, ein gemütlicher Bungalow unter Palmen in guter Lage ist für 200 bis 300 Euro keine Seltenheit. Statt der entfallenden Heizkosten sind allerdings Kosten für die Klimaanlage auf Bali mit hinzuzurechnen. Alles in allem lässt sich auch mit mäßigen finanziellen Ressourcen das tägliche Leben auf Bali angenehm gestalten.

Sprachkenntnisse

Wichtigste Sprachen auf Bali sind Balinesisch und Indonesisch. Aufgrund der vielen Touristen ist auch Englisch weit verbreitet. Wer auf Bali leben möchte, benötigt unbedingt englische Sprachkenntnisse. Balinesisch/ Indonesische Sprachkenntnisse sind natürlich von Vorteil um mit den Einheimischen in Kontakt zu kommen, doch ist es in Deutschland schwierig einen entsprechenden Sprachkurs an einer Volkshochschule/Sprachschule zu finden. Im Internet gibt es die Möglichkeit sich mit recht günstigen online Kursen erste Grundkenntnisse der Indonesischen Sprache anzueignen.

Arbeiten auf Bali
Arbeiten auf Bali ist wegen der sehr strikten Bedingungen für ein Arbeitsvisum nicht ganz einfach. Strenggenommen bleibt außer einem Job als Deutschlehrer, Betreuer für deutsche Residenten und Entwicklungshelfer nicht viel übrig Mehr zum Thema Arbeiten auf Bali.

Als Rentner nach Bali
Die beliebte Ferieninsel wird insbesondere bei Auswanderern im Rentenalter immer belieber. Ursache ist ein spezielles Rentnervisum für Personen ab 55 Jahren. Mehr zum Thema Rente auf Bali.

One Comment on “Auswandern nach Bali (Indonesien)”

  1. Hallo,
    was ich hier lese ist interessant und auch fast wahr. Ich lebe seit 12 Jahren auf Bali, genau gesagt in Ubud und kann sagen, dass es sich ganz gut lebt hier, auch wenn die obengenannten Preise leider nicht mehr ganz so billig sind. Die Inflation ist hier 6-7% im Jahr und entsprechend steigen die Preise. Aber besonders sind die Mietpreise gestiegen; in den letzten 3 Jahren um 150%. Da aber die Löhne der Angestellten von 80,-€ monatlich auf 100-120,- € gestiegen sind, tun sich hier die Familien schwer die Kosten für Schule, Kleidung und schliesslich auch Essen für die Kinder zu bezahlen.
    Als Fremder Rentner lebt es sich am besten hier auf Bali. Aber auch wer ein Yoga Studio betreiben möchte, ein Restaurant öffnen oder eine Boutique aufmachen möchte, hat sehr gute Chancen gutes Geld zu machen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden .