Ohne Englisch-Kenntnisse geht gar nichts

Rainer22.04.2013 in Sprachkurse

DEs ist unumstritten, dass Auswanderungswillige über Sprachkenntnisse verfügen müssen. Dieses Problem wird oftmals unterschätzt. Es ist ein Trugschluss zu glauben, dass viele Deutsch verstehen und man sich schon irgendwie durchmogeln kann. Zum Auswandern ist das Beherrschen der englischen Sprache enorm wichtig.

Im Vorstellungsgespräch

Nicht selten scheitert der Traum einer Auswanderung schon beim Vorstellungsgespräch. Holpriges Englisch, vertauschte Zeiten und fehlende Vokabeln werden bei Personalchefs nicht gerne gehört. In manchen ausländischen Unternehmen erfolgt die Kommunikation ausschließlich in Englisch. Das heißt, dass der Bewerber problemlos in Englisch kommunizieren muss. Wer sich da schon durch das Vorstellungsgespräch „stottert“ hat schlechte Karten. Es ist ratsam, ein Vorstellungsgespräch zunächst als Rollenspiel, zu üben. Notieren Sie sich mögliche Fragen und spielen Sie diese mit einem Lernpartner durch. So prägen Sie sich Sätze ein und können während des richtigen Gespräches schneller und überzeugender antworten. Auch Floskeln wie zum Beispiel „Nice to meet you“ sollten fließend und natürlich über die Lippen kommen. Damit wird signalisiert, dass man mit der Sprache vertraut ist. Sie können sichergehen, dass Sie nach Ihren bisherigen Aufgaben, Kenntnissen, Stärken und Arbeitsschwerpunkte gefragt werden. Daher sollten Sätze wie „The main emphasis of my work was ….“ oder „My particular strengths are in the areas of….“ beherrscht und entsprechend ergänzt werden.

Im Umgang mit Behörden

Auch bei Behördengängen sollte man vorbereitet sein. Es ist ratsam, alle wichtigen Vokabeln zuvor ins Englische zu übersetzen. Das gilt insbesondere, wenn man über keinerlei Kenntnisse der Landessprache verfügt oder wenn es zudem noch eine andere Schrift gibt, wie zum Beispiel im Chinesischen.

Vorbereitung ist alles

Deshalb sollte man für den Anfang eine Liste notwendiger Vokabeln mit sich führen oder eine Reihe gebräuchlicher Sätze, wie zum Beispiel „I need a doctor“ oder „Please call an ambulance“. Das kann im Notfall sehr hilfreich sein und gilt in der Hauptsache für Auswanderer, die der englischen Sprache nicht mächtig sind. Wer generell Zweifel an den eigenen Sprachkenntnissen hat, sollte diese aber rechtzeitig vor der Auswanderung auffrischen. Hierfür gibt es mittlerweile zahlreiche Möglichkeiten. Im Folgenden ein paar Empfehlungen:

  • Volkshochschule: Die örtlichen Volkshochschulen bieten in der Regel Englischkurse für Anfänger und Fortgeschrittene zu sehr moderaten Preisen an. Die Lehrveranstaltungen finden häufig abends oder am Wochenende statt, sodass auch Berufstätige gut daran teilnehmen können. Zur VHS
  • Tandempartner: Wer vor allem die eigene Aussprache verbessern möchte, für den bietet sich ein Sprachtandem mit einem Englisch-Muttersprachler an. Tandemlernen ist in der Regel kostenlos, vorausgesetzt man findet einen geeigneten Partner. Bei der Suche können diverse Online-Portale wie z.B. Erstenachhilfe.de (kostenlos) sehr nützlich sein.
  • Online Sprachkurse: Auch reine Online Kurse werden immer besser. Interaktive Übungen mit Bild-, Audio und Videomaterial sorgen dafür, dass das Lernen abwechslungsreich ist und richtig Spaß macht. Ein sehr empfehlenswerter und preiswerter Anbieter ist Babbel.com. Wer sich erst mal informieren möchte, die erste Lektion des Kurses ist kostenlos.
  • Lehrbücher: Wer am liebsten klassisch mit Lehrbuch lernt, findet heutzutage für weniger als 20 Euros entsprechendes Lernmaterial. Langenscheids Englisch mit System erhält beispielsweise sehr gute Kritiken.

Wenn Englisch nicht weiterhilft

Es gibt leider auch eine ganze Reihe Länder, wo man mit Englisch nicht weit kommt. Dies gilt beispielsweise für weite Teile Südamerikas, wo Spanisch und Portugiesisch die vorherrschenden Sprachen sind, oder auch in China stößt man mit Englisch schnell an seine Grenzen. Einzige Ausnahme ist Hongkong. Hier macht sich der englische Einfluss in der ehemaligen Kolonie bemerkbar. In Peking und Shanghai ist Englisch dagegen nur bedingt verbreitet. Daher sollten auch hier frühzeitig die Sprachkenntnisse aufgefrischt bzw. neu erlernt werden, wobei z.B. Chinesisch deutlich schwieriger als Englisch, Spanisch oder Portugiesisch zu erlernen ist, da es praktisch keine Gemeinsamkeiten zu den europäischen Sprachen gibt.

Kinder lernen deutlich schneller

Kinder lernen im Auswanderungsland erstaunlich schnell die neue Sprache. Schon nach kurzer Zeit im Kindergarten oder in der Schule kommen die ersten Sätze fehlerfrei über die Lippen. Wir Erwachsene tun uns dagegen schwer mit dem Erlernen. In einigen Ländern stehen zwar Sprachschulen zur Verfügung, aber manche Auswanderer haben es längst verlernt, die Schulbank zu drücken. Auch Grammatik und Satzstellung sind oft nicht mehr präsent, da sie in manchen Berufen gar keine Rolle spielen. Was hat ein Handwerker mit dem Dativ am Hut? Das Hauptproblem liegt meist jedoch in den fehlenden Englisch-Kenntnissen. In vielen Sprachschulen wird die Landessprache aus dem Englischen heraus gelernt. Das liegt daran, dass die Migranten aus verschiedenen Ländern kommen. Englisch muss daher auch hier beherrscht werden.

2 Comments on “Ohne Englisch-Kenntnisse geht gar nichts”

  1. Hallo
    Was ich noch fragen wollte. Was haltet Ihr von TEFL und kann man dies auf Englischtown erwerben oder ist es dort höher ?
    Gibt es Deutsche Seiten die TEFL anbieten oder in der SChweiz?

    Gruss Urs

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