Jobs in Paris

by Carina

Paris ist eine vielbesungene Weltstadt. Ihre Architektur ist einzigartig und das Angebot an Kultur nahezu unerschöpflich. Hinzu kommt noch die unvergleichbare französische Küche. Kurzum: Paris ist eine Traumstadt. Das gilt sicherlich für Touristen, doch wer dauerhaft in Paris leben und arbeiten will, der muss mit einigen Unannehmlichkeiten rechnen. Die Löhne sind niedrig und die Mietpreise gehen ins Unermessliche. In der Stadt herrscht ein ständiges Verkehrschaos und gerade die Jugendarbeitslosigkeit ist enorm hoch. Zudem ist es gar nicht so leicht einen Job zu finden.

Die Luftfahrtindustrie und der Tourismus als Motor der Wirtschaft
Jedes Jahr kommen Millionen Touristen aus aller Welt in die französische Hauptstadt. Kein Wunder also, dass der Tourismus boomt. Qualifizierte Kräfte aus dem Bereich Hotel und Gastronomie werden in Paris immer gesucht. Allerdings sind die Löhne nicht sonderlich hoch. Kenntnisse der französischen Sprache sind eine Grundvoraussetzung, denn selbst im Bereich Hotel und Tourismus sprechen nur wenige Mitarbeiter Englisch. Unter lemeurice.com findet man Hotel- und Gastro-Jobs in Paris. Wer über gute Sprachkenntnisse verfügt und nur kurzzeitig in Paris arbeiten will, sollte sich beim Disneyland Paris bewerben. Hier werden immer Saison- und Hilfskräfte gesucht.
Ein weiterer Wirtschaftsschwerpunkt liegt im Bereich der Luft- und Raumfahrtindustrie. Frankreich ist an der Entwicklung von Airbus maßgeblich beteiligt. Im ganzen Land findet man Zulieferer-Firmen von EADS und Airbus. Alle zwei Jahre findet die große „Paris Air Show“ auf dem Flughafen Le Bourget statt. Hierzu reisen führende Unternehmen aus der ganzen Welt an. Ferner verfügt die Hauptstadt gleich über mehrere große Flughäfen, die ständig neues Personal suchen. Adressen von Firmen, die in der Luft- und Raumfahrt tätig sind erhält man bei der Deutsch-Französischen Industrie- und Handelskammer.

Jobs im Bereich Luftfahrt

Die Arbeitslosigkeit ist hoch
Leider sind einige Bereiche von Paris gettoisiert. Hier leben vorwiegend Ausländer. Die Kinder der Migranten finden nur schwer eine gutbezahlte Arbeit, mit der Folge, dass die Kriminalität weiter ansteigt. Auch die mangelnde Ausbildung trägt ihr Übriges dazu bei. Generell herrscht im landesweiten Vergleich eine hohe Arbeitslosenquote mit steigender Tendenz. Davon sind in erster Linie Jugendliche betroffen. Auch junge Akademiker mit französischer Staatsbürgerschaft finden in Paris selber nur schwer einen Job. Es gibt zwar genügend Angebote, aber die Löhne sind einfach zu gering, um den teuren Lebensstil in der Stadt zu finanzieren. Junge Juristen haben die besten Jobchancen.

(c) Arc de Triumph, Paris, Anirudh Koul by Flickr

(c) Arc de Triumph, Paris, Anirudh Koul by Flickr

Die Höhe der Mietpreise
Nicht umsonst gehört Paris zu den teuersten Städten der Welt. Der durchschnittliche Mietpreis liegt bei 20 Euro pro Quadratmeter. Allerdings besteht hier noch Spielraum, gerade nach oben hin. Die Preise sind natürlich vom Viertel abhängig. Im Nordosten der Stadt sind die Mieten mit 17-20 Euro pro Quadratmeter noch relativ günstig. Hier leben aber viele Ausländer und die Kriminalität ist hoch. Im Westen der Stadt zahlt man mindestens 27 Euro für den Quadratmeter. In der Innenstadt sind Preise von weit über 30 Euro pro Quadratmeter keine Seltenheit. Da bleibt nur eine Wohnungssuche in der  “Banlieue”, dem  Umland von Paris. Deutsche siedeln sich mit Vorliebe im Westen an. Hier leben in erster Linie deutsche Familien, da es in Saint Clouf eine deutsche Schule und einen deutschen Kindergarten gibt. Aber auch hier sind die Mieten enorm hoch und für einen Durchschnittsverdiener sicherlich nicht bezahlbar.

Der Verkehr in Paris ist ein leidiges Thema
Der Nahverkehr in Paris ist relativ gut. Man kommt problemlos von der Innenstadt in die Außenbezirke. Allerdings sind gerade zu Stoßzeiten Busse und Bahnen überfüllt. Ein eigens Auto benötigt man nicht unbedingt. Wer es dennoch nutzen will, der braucht eiserne Nerven und Durchsetzungsvermögen. Grundsätzlich setzten französische Autofahrer sich über Verbote und Verkehrsregeln hinweg. Das gilt erst Recht in Paris. Beim Parken wird so lange gedrückt und geschoben, bis das Auto in die Lücke passt. Blechschäden sind alltäglich und stellen nur selten ein Vergehen dar. Deshalb muss man deutsche Tugenden schnell ablegen. Am besten schafft man sich ein kleines und altes Auto an.

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Sidonia Estl 20. Januar 2011 um 13:28

Hallo Carina!

Dein Artikel soll Deutsche in Frankreich ansprechen, nicht wahr? Deutsche in Frankreich sind Ausländer, wenn sie länger bleiben Immigranten. Von dem her solltest du den Teil über den Nord-Osten der Stadt, in dem ich lebe, vielleicht etwas abändern ?!

Carina 21. Januar 2011 um 10:15

Danke für den Tipp!

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