Interview: Als Expat-Familie in Seoul

Rainer6.10.2015 in Interview

Yeouido Han River Park in Seoul

Im heutigen Interview spreche ich mit Bloggerin Johanna, die mit ihrer Familie seit einigen Monaten in Seoul wohnt. Viel Spaß beim Lesen!

1. Hallo Johanna, bitte stell dich kurz vor
Ich bin 31 Jahre alt, habe zwei Kinder und ein eigenes Label für Accessoires für Mama & Kind gegründet Mom’s Accessories. Gemeinsam mit meinem Mann leben wir mit unseren Kindern seit Mai 2015 als Expat-Familie in Seoul, Südkorea.

2. Was war der Grund für den Umzug nach Südkorea?
Da mein Mann aus beruflichen Gründen nach Südkorea ziehen konnte, war es für uns als Familie klar, dass wir diesen Schritt nur gemeinsam gehen werden. Also haben wir uns kurzerhand dazu entschlossen zusammen Deutschland vorerst den Rücken zu kehren und unser Leben in Seoul fortzusetzen.

3. Wie schwierig waren die bürokratischen Hürden für die Einwanderung in deinem Fall?
In unserem Fall gab es dahingehend keinerlei Hürden. Als Expats werden bürokratische Angelegenheiten größtenteils über die Firma geregelt.

4. Du betreibst einen Blog unter www.mamalogik.com. Erzähl mal um was es da geht?
Auf Mamalogik & more blogge ich über unseren Alltag als Familie in Seoul. Natürlich steht man in einem neuen Land immer vor Herausforderungen und jeder hat da einen anderen Fokus. Da unsere Kinder noch klein sind (3 Jahre und 1 Jahr) dreht sich bei mir und bei Mamalogik natürlich sehr viel um unser Leben am anderen Ende der Welt mit Kindern. Ich werde mich aber in Kürze auf Mamalogik & more neben meinem Expatmama-Alltag auch mit Themen rund um die koreanische Hautpflege und Kosmetik auseinandersetzen. Makellose, reine und vor allem natürlich schöne Haut steht bei Koreanerinnen (und auch Koreanern!) ganz weit oben in der Prioritätenliste. Ihre Produkte entsprechend Weltklasse.

5. Welche großen Unterschiede kannst du zwischen dem Leben in Deutschland und Korea feststellen?
Der technische Fortschritt ist hier einfach atemberaubend. Es gibt nichts wofür es nicht irgendeine IT-technische Lösung gäbe. Schneller, unkomplizierter und qualitativ gute Serviceleistungen zu günstigen Preisen ist ebenso eine Spezialität der Koreaner. Man braucht eine neue Brille mit Stärke? In Deutschland ein riesen Aufwand, der sich über mehrere Wochen hinziehen kann. Hier geht man zum Optiker, sucht sich eine Brille aus und kann nach 1 Stunde mit angefertigten Gläsern nach Hause gehen. So ist es meinem Mann tatsächlich passiert. Unglaublich und in Deutschland unvorstellbar.

6. Kannst du dir vorstellen, irgendwann wieder nach Deutschland zurückzukehren?

Ein Expat-Aufenthalt ist nicht so ausgelegt, dass man für immer auswandert. Irgendwann wird man zurückkehren, ganz gewiss. Im Moment kann ich mir das aber noch nicht vorstellen, nein.

7. Welchen speziellen Tipp würdest du jemandem geben der nach Korea auswandern möchte?
Grundsätzlich sage ich immer, wenn mir diese Frage gestellt wird: Lasst euch drauf ein. Egal wohin man auswandert, es wir nicht so sein, wie da wo man her kommt. Die Unterschiede werden auffallen und die Herausforderung darin bestehen sie positiv anzunehmen und für sich fruchtbar zu machen.

Vielen Dank für das Interview!

One Comment on “Interview: Als Expat-Familie in Seoul”

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