Checkliste für Auswanderer – Zeugnisse, Diplome und Befähigungsnachweise
Deutsche Zeugnisse, Diplome, Befähigungsnachweise oder andere berufliche Dokumente werden nicht in jedem Land anerkannt. Im schlimmsten Fall ist die vorhandene Ausbildung im Auswanderungsland nicht gültig. Um teure Nachschulungen zu verhindern sollte man sich zuvor informieren. Auskunft erteilt das Kultusministerium der Länder oder das Raphaels-Werk. Einige ausländische Kammern fordern einige Ausbildungserweiterung am Zielort. Das gilt insbesondere für Berufe im medizinischen Bereich. Fehlt dieser Zusatz, darf keine Arbeit aufgenommen werden. Selbst wenn der künftige Arbeitgeber die Papiere anerkennt, heißt das noch lange nicht, dass Kammern und Behörden es auch tun. Es ist durchaus möglich, dass eine Übersetzung in die Landessprache und eine Beglaubigung der Papiere erforderlich ist. Vorsicht ist auch mit Führerscheinen geboten. Nicht jedes Land erkennt den deutschen Führerschein an. Trucker sollten besonders sorgfältig sein. Ein einfacher LKW-Führerschein reicht in vielen Ländern nicht aus, um eine Arbeit aufzunehmen. Wer hier als LKW-Fahrer arbeiten will benötigt zusätzliche Qualifikationen und Schulungen, wie zum Beispiel einen Führerschein für Gefahrguttransporte oder mehr achsige Fahrzeuge. Auch einfache Befähigungsnachweise, wie beispielsweise ein Schweißerschein oder ein Gabelstapler-Führerschein werden nicht in jedem Land akzeptiert. Nachschulungen am Zielort sind dann unausweichlich. Wer sich im Ausland selbstständig machen, will benötigt noch weitere Papiere. Hier gibt es hilfreiche Tipps für Selbstständige.
Checkliste für Auswanderer – Krankenversicherung
Sobald man offiziell in ein anderes Land eingewandert ist, endet die deutsche Krankenversicherung automatisch. Es ist bis auf wenige Ausnahmen nicht möglich seine Krankenversicherung in Deutschland weiter aufrecht zu erhalten. Für die Übergangszeit sollten zusätzliche Absicherungen getroffen werden. Eine Auslandskrankenversicherung kann diese Zeit überbrücken. Allerdings ist dafür meist eine deutsche Adresse oder ein deutscher Wohnsitz erforderlich. Wer nur eine begrenzte Zeit ins Ausland geht, kann unter Umständen seine deutsche Krankenversicherung beibehalten. Hier sollte man sich zunächst bei der örtlichen Krankenkasse erkundigen. In jedem Fall muss der deutsche Krankenversicherungsvertrag gekündigt werden. Viele Auswanderer vergessen die Kündigung häufig. Das kann zu großen Problemen führen, wenn man zwar schon im Ausland arbeitet, aber noch in Deutschland gemeldet ist. In diesem Fall müssen die ausstehenden Beiträge an die Krankenkasse nachgezahlt werden. Das kann auch dann erforderlich sein, wenn man schon über das ausländische System abgesichert ist. Vorsicht ist auch geboten bei Ländern in denen keine Krankenversicherungen bestehen. Manche Auswanderer nutzen dann immer noch die deutsche Krankenkasse und tarnen ihren Auslandsaufenthalt als Reise. Von solchen Vorgehensweisen ist abzuraten, weil es im schlimmsten Fall als betrügerische Handlung angesehen wird. Der Auswanderer bleibt dann nicht nur auf den Behandlungskosten sitzen, sondern muss sich unter Umständen noch vor Gericht verantworten. Zusätzliche Versicherung, zum Beispiel für Zahnersatz oder Krankenhausaufenthalte enden nicht automatisch mit der Beendigung des Krankenversicherungsverhältnisses. Diese Verträge müssen gesondert gekündigt werden. Die meisten Verträge beinhalten Kündigungsfristen, die auch im Falle einer Auswanderung gelten.
Checkliste für Auswanderer – Mietverträge und Immobilien
Wann ein bestehendes Mietverhältnis in Deutschland gekündigt werden sollte ist nicht pauschal zu beantworten. Einerseits sollten Kündigungsfristen schon wegen der Mietkosten unbedingt eingehalten werden. Andererseits wird aber davon abgeraten, die Zelte in Deutschland allzu früh abzubauen. Daher sollte jeder Auswanderer individuell entscheiden, wann er ein bestehendes Mietverhältnis in Deutschland kündigt. Allerdings sollte man gewisse Verzögerungen in Betracht ziehen. Problematisch wird es, wenn der Nachmieter schon vor der Türe steht. Dann sind auch kleine Mietverlängerungen meist nicht möglich. Wird eine Wohnung nicht fristgerecht leer geräumt, können teure Kosten für Transport und Aufbewahrung entstehen. Wer in ferne Länder auswandert sollte Freunde oder Verwandte in Deutschland bitten, die Sache zu überwachen und zu koordinieren. Auch im Ausland selber kann es Probleme geben. In einigen Ländern kommt es bei Immobiliengeschäften oft zu kriminellen Handlungen. Wie sie verhindern ein Opfer von Betrug zu werden erfahren Sie unter „Fallen beim Auswandern“.
Checkliste für Auswanderer – Verträge und Abos
Viele Auswanderer bemerken erst bei der Auswanderung, dass sie eine große Anzahl an Verträgen und Abos haben. In den meisten Fällen müssen Kündigungsfristen eingehalten werden. Die meisten Probleme für Auswanderer entstehen bei der Kündigung von Handyverträgen und Zeitschriften-Abonnements. Nicht jeder Handyprovider sieht in der Auswanderung einen Kündigungsgrund. Das gilt insbesondere, wenn die Handynutzung an einen zeitlichen Vertrag gebunden ist. Es kann durchaus passieren, dass Handyverträge bis zu 2 Jahre nach der Auswanderung weiterhin gültig sind. Die Hintergründe sind eindeutig. Der Handy-Provider erhofft sich einen satten Gewinn von der Auslandsnutzung der Handys. Wer in absehbarer Zeit beabsichtigt auszuwandern, sollte daher keine bindenden Handyverträge, schon gar nicht mit dem Erhalt von billigeren oder kostenlosen Handys eingehen. Auch Zeitschriftenabonnements können schnell zur finanziellen Falle werden. Nur in seltenen Fällen wird eine Auswanderung als Kündigungsgrund anerkannt. Nachsendungen ins Ausland sind übrigens nicht möglich. Die Zeitschrift wird bis zur Kündigung an eine deutsche Adresse geliefert. Denken Sie auch an bestehende Mitgliedschaften. Meist gilt auch hier eine Kündigungsfrist. Verträge für Fitnessstudios sind meist zeitlich befristet. Eine vorzeitige Kündigung ist nicht möglich. Solche Belastungen müssen in das Auswanderungsbudget mit eingerechnet werden.





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