Die Auswanderungsbereitschaft der Deutschen bleibt ungebrochen. Besonders beliebt ist die Abwanderung in die Nachbarländer. Das belegen die Zahlen des statistischen Bundesamtes, die anlässlich des Tages der Migranten vorgelegt wurden. Die Daten wurden auf der Basis des statistischen Amtes der Europäischen Gemeinschaft (Eurostat) ermittelt.
Österreich und Schweiz sind die beliebtesten Länder
Über eine halbe Million Deutsche leben in unseren Nachbarländern. Das beliebteste Nachbar-Auswanderungsland ist die Schweiz. Hier leben zur Zeit 203 000 deutsche Staatsbürger. Auch Österreich wird als Einwanderungsland immer beliebter, denn hier leben momentan 120 000 Deutsche.
Weitere beliebte Auswanderungsländer
Auch in die anderen Nachbarländer zieht es immer mehr deutsche Bürger. Belgien, Luxemburg und die Niederlande zählen ebenfalls mehr Zuwanderungen aus Deutschland. So lebten in den Beneluxländern im Jahre 2008 rund 112 000 Zuwanderer aus Deutschland. Leider stammen die letzten aktualisierten Zahlen aus Frankreich aus dem Jahre 2005. Zu dieser Zeit wurden 91 000 Deutsche in Frankreich registriert. In Dänemark, Tschechien und Polen leben zusammen etwa 46 000 deutsche Staatsbürger.
Der Trend ist stabil oder führt weiter nach oben
Der Auswanderungstrend in Nachbarländer bleibt gegenüber alten Zahlen stabil oder führt weiter nach oben. Besonders die Schweiz verbucht einen deutlichen Aufwärtstrend. Hier stieg die Zahl der deutschen Zuwanderer im Vergleich zum Vorjahr um 29 000 Menschen. Damit sind mehr als 2 % der Bevölkerung in der Schweiz deutsch. Auch in Österreich stieg die Zahl der deutschen Bevölkerung an. Hier wurde ein Zuwachs von 11 000 deutschen Bürgern registriert. Damit liegt der Anteil der deutschen Bevölkerung mit 1,4 % vergleichsweise hoch.
Zuwachs auch in anderen europäischen Ländern
Auch in vielen anderen Staaten der Europäischen Union leben viele deutsche Zuwanderer. In Spanien wurden 2008 rund 182 000 deutsche Auswanderer gezählt. Selbst in Italien leben etwa 40 000 Personen, die die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen. Vergleiche zu Migranten aus anderen Ländern sind leider nur begrenzt möglich, da die Melderechtsgrundlagen von Land zu Land verschieden sind. Ferner gibt es unterschiedliche Regeln bei der Erfassung von Personen mit doppelter Staatsbürgerschaft.
(Quelle: Statistisches Bundesamt / Pressestelle)
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