Auswandern nach Vietnam

Carina5.08.2009 in Länder

Die Auswanderungsziele der Deutsche werden immer exotischer. Auch Vietnam nimmt mittlerweile einen hohen Stellenwert ein. Das liegt wohl daran, dass sich immer mehr europäische Firmen dort ansiedeln. Wer sich für eine Auswanderung nach Vietnam entscheidet, der muss eine ganze Menge Hürden nehmen und im allgemeinen ist es für Europäer schwer, sich an die asiatischen Bräuche zu gewöhnen.

Vietnam im Aufwind

Vietnam entwickelt sich zu einer ernst zunehmenden Konkurrenz für die anderen asiatischen Länder. Europäische Textilkonzerne haben das längst erkannt und daher lassen viele Unternehmen bereits in Vietnam fertigen und es werden weitere hinzu kommen. Die Tendenz ist steigend. Auch der Tourismus hat mittlerweile einen hohen Stellenwert eingenommen. Darüber hinaus hat das Land mit der Förderung von Gas und Öl begonnen und möchte bald über eigene Raffinerie-Kapazitäten verfügen. Reis, Kaffee und Chashewkerne werden zudem in alle Welt exportiert.

Jobsuche und Möglichkeiten in Vietnam

In vielen Landesteilen entstehen neue Industrie- und Technologieparks. Sie sollen vor allen Dingen amerikanische und europäische Investoren ins Land locken. Viele Unternehmen, auch aus Deutschland siedeln sich verstärkt dort an. Dazu werden Fachkräfte benötigt, die unter anderem auch die vietnamesischen Arbeiter coachen. Diese Stellen werden meist von den Firmen direkt ausgeschrieben. Daher sollte man sich zunächst darüber informieren, welche Firmen überhaupt in Vietnam produzieren und dann auf den entsprechen Websites direkt nach Stellen suchen. Eine sehr gute Links-Liste findet man bei der vietnamesischen Botschaft in Berlin unter www.vietnambotschaft.org. Eine weitere gute Jobbörse ist www.monster.com. Stellenangebote, die sich auf den asiatischen Markt (u.a. Vietnam) spezialisiert haben, gibt es unter www.jobstreet.com.

Andere Länder – Andere Sitten

Wer nach Vietnam auswandern will, der nimmt sicherlich eine große Herausforderung an. Auswanderungswillige sollten sich zuvor mit den vietnamesischen Bräuchen vertraut machen. Wer noch nie in Asien war, der sollte sich gut überlegen, ob Vietnam wirklich das richtige Auswanderungsziel ist, denn das Leben und der Alltag dort, ist bei weitem nicht mit Europa zu vergleichen. Es wird vielerorts auf dem Bürgersteig gekocht und der vietnamesische Straßenverkehr ist nicht nur für Zuwanderer die reine Katastrophe. Überall wimmelt es von Mopeds und Motorrollern und man kann nur schnell laufend und mit sehr großer Mühe die Straßen überqueren.

Medizinische Versorgung

Leider ist die medizinische Versorgung nicht flächendeckend vorhanden und zum Teil unterentwickelt. Selbst in großen Krankenhäusern und Hospitälern ist die medizinische Ausstattung mangelhaft und auch hygienisch gesehen ein Problem. Die Geräte sind veraltet und zudem mangelt es an kompetentem Personal.
In Vietnam sind noch einige Krankheiten Gang und Gebe, in den es in anderen Ländern längst vorbeugende Impfmaßnahmen gibt. Dazu gehört unter anderem Cholera. Diese Krankheit tritt am häufigsten in der Regenzeit auf. Auch Malaria, die Vogelgrippe, Hepatitis A, Hepatitis B, Tollwut und das gefährliche Dengue-Fieber ist in Vietnam anzutreffen. Es empfiehlt sich daher eine Prophylaxe und vor der Auswanderung sollte man sich in einem Tropeninstitut oder von einem Reisemediziner beraten lassen. Infos gibt es beim Robert Koch Institut unter www.rki.de oder beim vietnamesischen Gesundheitsministerium unter www.moh.gov.vn.

[note color=“#eeeeee“] Video – Vietnam – Kinder des Drachens

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5 Comments on “Auswandern nach Vietnam”

  1. Ich denke, dass der Asiatische Raum generell derzeit für viele Reisende und Auswanderungswillige eine große Anziehungskraft ausübt. Wie Ihr richtig schreibt, sind die Lebenverhältnisse vor Ort dann doch gänzlich konträr zu jenen in Westeuropa. Ein paar „Erkundungsreisen“ vorab sind da sicherlich angebracht…

  2. Leider bleibt dieser Beitrag alle Informationen schuldig, wie es mit dem Aufenthalts- und Arbeitsrecht für Ausländer/Deutsche in Vietnam aussieht. Oder auch mit der unterschiedlichen Behandlung von Vietnamesen und Ausländern bei Behörden, Hauskäufen, Geschäften etc.
    Der Beitrag bleibt sehr allgemein, zumal die Lage in Vietnam von verschiedenen Menschen subjektiv auch ganz unterschiedlich empfunden wird. Außerdem ist der Verkehr in südlichen Küstenregionen wohl eher das geringste Problem. Große Unterschiede gibt es dagegen zwischen Süd- und Nordvietnam, vor allem in deren Großstädten.

  3. Der Tourismus befindet sich wohl eher im Abwind. Aufwaerts gehts hingegen konstant mit den Visagebuehren, die das Land im Vergleich zu Thailand nicht gerade interessanter machen. Weiterhin wird der Auslaender, insbesondere der Westler im alltaenglichen Einkauf und Handel, und zwar ganz insbesondere in den Touristengegenden, ausgenommen wie eine Weihnachtsgans fuer zum Teil bescheidene Qualtiaet beim Essen. Fuer den All-inclusive-Touristen auf Neckermann-Niveau ist das Land immer noch nichts. Allerdings – im Gegensatz zu der gleichgueltigen und eher abweisenden Einstellung der Staates gegenueber Auslaendern insbesondere bei laengerem Aufenthalt, – ist der Vietnamese freundlich und hilfsbereit. Ist alles etwas ambivalent da… in weiten Teilen ist in Vietnam weiterhin, und durchaus angenehmerweise, der Tourist eine seltene Sensation. Fuer Leute mit gutem Willen, offenem Herzen, Flexibilitaet und bescheidenen Anspruechen ist Vietnam ein Paradies.

  4. Vietnam ein Auswanderland recht Exotisch,
    Die Transparenz vom Gesetz ist leider durch die Mafia und die Mafia Polizei gesteuert,
    Es gibt viele gute infos auf der Goverment Web seite von HoCHiMInh aber dann wenns um die richtige Erklärung geht ist es plötzlich nicht mehr in Englischer Sprache übersetzt und man tap voellig im dunkeln , ohne Hilfe geht es meist nicht weiter dann kommt mann richtig ans Bezahlen 5000euro- 20000euro bei Vietnamesischen und Deutschen Anwaelten sind der untere Preis.
    Somit man dann Vietnamesische Papiere ausfüllt die dann beim Amt ohne Geld Umschlag voellig ignoriert werden. Danach wenn man Sie bekommt schaut die Polizei regelmäßig vorbei ob Sie absahnen kann in Form von strafen ohne Straf- Zettel, man wird nicht lange warten müssen das die andere Mafia das selbe tut. spielt man nicht mit so wird einem das leben sehr schwer gemacht und schließlich bleiben die Kunden aus und man schließt den Laden.
    In diesem sozial?- kommunistischen Land steht man auf dein Geld denn alle wollen ein Auto kaufen und ein schoenes Haus besitzen. Die deutsche Regierung verschwendet millonen Betraege an dieses Land wobei man die eigentliche Unterstützungen oder Foerderungen nicht sieht dh , wo siend die neuen Strassen, die Schulen und Universitaeten, die Ubahn, wo sind die Touristischen Schönheiten alles scheint zu vergammeln und verkommen. Ein Polizeichef verdient 90millonen nebenbei woher bekommt er das viele Geld. Die Asiaten haben schnell bei den Griechen und den Pig Laender abgeguckt , bald haben sie die Krise auch hier in Asien es den Armen viel Kosten. Der Bau Sektor geht jetzt schon merklich herunter!!

  5. Tja, eigentlich möchte ich mein Rentnerdasein in Asien verbringen. Meine Rente ist nicht hoch, ich möchte keinen Luxus, aber die letzte Zeit in einer schönen Umgebung ohne Sorgen verbringen. Asien vorallem deshalb, weil ich mich mental auf die letzte Station vorbereiten will und Asien für mich viele Inspirationen bereithält. Vietnam wäre eine der Destinationen, Thailand zu teuer. Viel Information gibt der Bericht leider nicht her, aber ich danke „Paul“ für seinen Kommentar. Ein Daueraufenthaltsrecht, bei dem jede Woche die Polizei auf der Matte steht, ein Staatsapparat, der keine Ausländer willkommen heißt, das ist nicht so das Land, das ich mir für die letzten Jahre wünsche. Und von Korruption und mafiösen Strukturen halte ich schon gar nichts. Vietnam – schade, ist gestrichen.

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