Auswandern nach Italien

by Carina

Erlesene Weine, köstliche Pasta, lebensfrohe Menschen und wunderschöne Landschaften prägen Italien. Das südeuropäische Land gehört zu den beliebtesten Urlaubszielen der Welt. Doch eignet sich Italien auch zum Auswandern?

Leben in Italien

Die Italiener sind ein lebensfrohes Volk. Wir Deutschen fahren gerne zum Urlaub nach Italien und schätzen die italienische Lebensfreude und die Mentalität der Menschen. Doch es ist ein gewaltiger Unterschied zwischen einem Urlaub und einem dauerhaften Leben in Italien. Die Löhne sind sehr gering und viele Arbeitnehmer können ihren Lebensstandard nur durch einen Zweitjob sichern. Die Preise für Immobilien sind im Vergleich zum Einkommen sehr hoch. Mietwohnungen sind schwer zu finden und auch die Mieten sind nicht gerade billig. Das italienische Rechtssystem ist kompliziert. Gerade im Steuer- und Immobilienrecht unterscheidet es sich wesentlich vom deutschen System.

Positano, Amalfiküste, Italien von Allerina & Glen MacLarty by Flickr

Positano, Amalfiküste, Italien von Allerina & Glen MacLarty by Flickr

Die italienische Wirtschaft

Auch Italien wurde von der Krise hart getroffen. Viele kleine Unternehmen mussten schließen. Dabei sind gerade Betriebe mit unter 100 Beschäftigten charakteristisch für die italienische Wirtschaft. Diese kleinen Unternehmen sind im Bereich Maschinenbau, im Weinbau, in der Lebensmittelproduktion und in der Bekleidungsindustrie tätig. Sie greifen fast ausschließlich auf italienische Arbeitskräfte zurück. Die wichtigsten Industriesektoren der Exportwirtschaft ist der Weinbau und die Nahrungsmittelherstellung. Auch luxuriöse Autos und Designermode sind wichtige Zweige der italienischen Wirtschaft. Bei der Produktion von Olivenöl gehört Italien zur Weltspitze. Der Tourismus ist trotz der Krise im Aufwind und Auswanderer haben hier die größten Beschäftigungschancen.

Sprachkenntnisse

Wer nach Italien auswandern will benötigt in jedem Fall Italienische Sprachkenntnisse. Einzige Ausnahme ist Südtirol, wo überwiegend Deutsch gesprochen wird. Die durchschnittlichen Englischkenntnisse sind in Italien deutlich geringer als in anderen Ländern West- und vorallem Nordeuropas. In der Regel beherrschen nur die Führungskräfte großer Firmen fließend Englisch, von einfachen Angestellten wird dies nicht erwartet. In ländlichen Gebieten, die zudem abseits der Touristenrouten liegen, versteht man häufig gar kein Englisch.
Daher ist es empfehlenswert im Vorfeld der Auswanderung die notwendigen Sprachkenntnisse zu erwerben. An den hiesigen Volkshochschulen können Italienischkkurse besucht werden. Alternativ kann man seine Italienischkenntnisse auch mittels Tandempartner oder Online-Vokalbeltrainer auffrischen.

Teil 2: Arbeiten in Italien

Kostenlose Benachrichtigung bei neuen Beiträgen:

Wir respektieren deine Privatsphäre. Deine Daten werden nicht an Dritte weitergegeben.


{ 10 comments… read them below or add one }

Laura Juli 28, 2010 um 12:19

Italien ist bestimmt nicht nur ein Lieblingsreiseziel, sondern auch ein Land, wo jeder leben will.

Casaromana Februar 11, 2011 um 14:47

Es stimmt eigentlich alles was oben über die Schwieirigkeiten gesagt wird- aber es ist trotzdem schön dort zu leben,wenn man nicht erwartet italienischen Lebenstil zusammen mit deutschen Verhältnissen vorzufinden. Man braucht viel Geduld, Flexibilität und die Kapazität mit Humor zu nehmen was nicht geändert werden kann, und den Rest zu geniessen. Ich bin gerade dabei, nach vierzig Jahren in diesem Land, ein B&B in der Nähe von Rom aufzubauen, und such noch jemand, der mir, gegen Unterkunft und Essen (vitto e alloggio) dabei behilflich ist. Wer Lust hat, kann mich gerne unter fewo.casaromana@googlemail.com kontaktieren.

Italien Fan März 4, 2011 um 11:08

Alles zurücklassen und von heute an in Italien leben? Eine wirklich verlockende Aussicht. Aber wohl auch schwierig durchsetzbar. Für diese Auswander-Soaps gilt doch wohl eh, “wer es in Deutschland nicht schafft, wird es auch woanders nicht schaffen”

Ralf Juli 20, 2011 um 17:36

Hat Italien eine Markt für Kaffeevollautomaten, oder nutzt man dort ehr die klassschen Espreossogeräte?
Kann da jemand was zu sagen?

Miina September 22, 2011 um 12:34

Ich habe es getan!!! Seit einem halben Jahr lebe ich dort!!!
Am meisten liebe ich das eis und die spasìziergaenge am meer :)

habe einen blog gegruendet und erzaehle dort ueber meine erlebnisse
http://lies-mich-auf.blogspot.com/

LG Romina

Carina November 28, 2011 um 12:42

Hallo Romina,
danke für den Tipp und alles Gute!

Carina November 28, 2011 um 12:44

Ich kann Deine Frage leider nicht beantworten. Viele Grüße

Carina März 2, 2012 um 11:18

Das sind ja interessante Zahlen! Auch an dieser Stelle danke für die ausführlichen Informationen!

Anja Juli 10, 2012 um 20:12

Kann die gesamte Artikelserie nur bestätigen. Italien ist ein wunderschönes Land mit tollen Menschen. Aber eben auch zahlreiche Probleme – nicht nur bei dem, was man aus den Nachrichten kennt. Arbeite nun seit über 20 Jahren in Firmen, die mit Italien zusammenarbeiten. Es gibt unendlich viele Stolperfallen, wenn man seinen Lebensmittelpunkt dort aufschlagen möchte. Damit ich nicht falsch werde: Das sind keine Gründe dagegen (!!!), sondern nur der Ratschlag, sich darauf einzustellen. So kommt man mit den Belastungen, die für jeden Menschen in einem anderen Land entstehen, besser zurecht!
Wünsche allen, die es gewagt haben, viel Glück. Für mich ist es bis heute ein Traum geblieben, der aber irgendwann wahr werden wird.
LG, Anja

mamaleone Februar 8, 2013 um 00:17

Wir leben nun in Süditalien und es ist nicht immer alles einfach, aber der Sprung ins kalte Wasser hat sich gelohnt. Probleme gibts überall, aber 9 Monate ohne Heizung alleine sind schon ein Riesenvorteil. Dazu 12 Monate Erntesaison, Meer und gesundes, einfaches Leben.
Wünsche allen eine gute Zeit!

Leave a Comment

Previous post:

Next post: