Auswandern nach Abu Dhabi – Luxusleben bei den Scheichs!

Rainer26.09.2013 in Länder

Lange Zeit stand Abu Dhabi im Schatten des glitzernden Nachbaremirats Dubai. Doch die Zeiten haben sich längst geändert. Während Dubai noch immer mit den Folgen der weltweiten Finanzkrise und dem Platzen der Immobilienblase kämpft, geht es Abu Dhabi weiterhin prächtig. Im Gegensatz zu Dubai besitzt Abu Dhabi große Erdölvorkommen und ist entsprechend unabhängiger von der Weltkonjunktur. Zudem setzt man in Abu Dhabi mehr auf „nachhaltige Projekte“ wie die Ökostadt Masdar oder den Ausbau der Universitäten. Für Auswanderer bieten sich in Abu Dhabi zahlreiche gute Perspektiven:

Jobsuche in Abu Dhabi

Mehr als 800 deutsche Unternehmen haben Niederlassungen im Emirat Abu Dhabi. Ein möglicher Einstieg ist daher über eine deutschen Firma. Wer wissen möchte welche Unternehmen Niederlassungen in Abu Dhabi haben, sollte einen Blick auf das Mitgliedsverzeichnis der Deutsch-Emiratischen Industrie und Handelskammer werfen.

Einen guten Einstieg bietet auch die Tourismusbranche, welche sich in den letzten Jahren sehr stark entwickelt hat. Ähnlich wie in Dubai sind in den letzten Jahren zahlreiche neue Hotels, vor allem im Luxussektor, entstanden. Deutsche werden hier aufgrund der guten Ausbildung/Qualifikation sehr gerne angestellt und sind nicht selten auch in den Führungspositionen der Hotels zu finden. Ein gutes Beispiel hierfür ist das Emirates Palace unter deutscher Leitung:

Generell sind die Jobperspektiven aber nicht nur auf den Tourismus und auf Niederlassungen hiesiger Firmen beschränkt. Auch im Immobiliensektor / Handel oder IT-Bereich sind in den letzten Jahren viele neue Jobs entstanden. Selbst bei der Berufsfeuerwehr greift man gerne auf hiesige Fachkräfte zurück:

Jobbörsen

Online findet man bei zahlreichen Jobbörsen Stellenangebote:

Löhne

Das Lohnniveau ist niedriger als in Deutschland. Ungelernte Arbeiter verdienen nur ca. 200 Euro, wobei die Arbeiter in diesen Bereichen hauptsächlich aus dem Südostasiatischen Raum stammen. Qualifizierte Fachkräfte in Hotels verdienen monatlich ab ca. 800 Euro. Spezialisten in technischen Bereichen sowie in Management Positionen werden deutlich höher entlohnt.

Keine Einkommenssteuer

Allerdings haben Arbeitnehmer in Abu Dhabi deutlich geringere Abzüge. Für Arbeitnehmer fallen in Abu Dhabi nämlich keine direkten Einkommensteuern an. Auch Unternehmen werden nicht direkt besteuert. Der Staat wird vollkommen mit Gebühren sowie den sprudelnden Erdöleinnahmen finanziert.

Visum/Arbeitserlaubnis

Wer in Abu Dhabi arbeiten möchte, benötigt eine Aufenthaltsgenehmigung und Arbeitsgenehmigung durch das Ministerium für Arbeit. Wer über ein Arbeitsangebot verfügt, hat in der Regel aber keine Probleme beim Visumsantrag. Die genauen Details erfährt man bei der Botschaft der Vereinigten Arabischen Emirate.

Lebenshaltungskosten

Obwohl in Abu Dhabi sehr viel gebaut wird, sind die Mieten hoch. Erschwerend kommt hinzu, dass die Miete in der Regel für ein ganzes Jahr im Voraus bezahlt werden muss. Glück haben diejenigen, bei denen die Wohnung vom Arbeitgeber gestellt wird. Hier sollte man darauf achten, dass es sich um die Warmmiete handelt, da insbesondere in den Sommermonaten hohe Kosten für die Klimaanlage anfallen.
Autofahren macht anders als in Deutschland in den Emiraten sehr viel Spaß. Die Pkw Preise liegen bis zu 30% unter denen von Deutschland. Die Spritpreise sind ebenfalls sehr günstig.
Teuer (und nicht immer verfügbar) sind importierte Lebensmittel aus Europa.

Abu Dhabi cc Visit Abu Dhabi / Flickr

Sprache

Businesssprache ist Englisch, ohne fließende Englischkenntnisse ist man in Abu Dhabi chancenlos. Amtssprache in den Emiraten ist Arabisch, welche von Europäern allerdings nicht verlangt wird. Arabischkenntnisse erleichtern aber natürlich den Kontakt zu den Einheimischen Emiratis.

Knigge

Da es sich bei Abu Dhabi um ein islamisches Land handelt, ist eine gute Vorbereitung sinnvoll. Zu Vorbereitung aufs Berufsleben empfiehlt sich beispielsweise die Lektüre eines Business Knigge.

Ein paar wichtige Regeln sind:

  • Unverheiratete Paare dürfen nicht zusammenleben!
  • Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit sind verboten!
  • Während des Fastenmonats Ramadan ist Essen und Trinken tagsüber in der Öffentlichkeit verboten!
  • Alkohol wird nur in einigen wenigen Hotelbars ausgeschenkt!

Abu Dhabi ist aber nicht Saudi Arabien und durchaus weltoffen! An (westliche) Frauen in Berufsleben hat man sich längst gewöhnt. Frauen dürfen Auto fahren und müssen auch keine Ganzkörper Schleier tragen. Dass auch Frauen in Abu Dhabi durchaus Karriere machen können, zeigt die sehenswerte ZDF Dokumentation „Im Reich der Scheichs“.

Deutsche Schule

In Abu Dhabi gibt es auch eine Deutsche Schule, so dass der Umzug mit Familie kein großes Problem darstellt.

Temperaturen von bis zu 50 Grad

Bei knapp 50 Grad im Schatten spielt sich in den Sommermonaten das Leben zum großen Teil in klimatisierten Gebäuden/ Räumen ab. Ihre Freizeit verbringen die Emiratis am liebsten in den riesigen Einkaufszentren. Dafür hat das Leben im Winter bei durchschnittlich 20 Grad durchaus seine Vorzüge.

Soziale Kontakte

Private Kontakte/Freundschaften zu den Einheimischen sind nur sehr schwer möglich. Zum Großteil wird der Kontakt aufs berufliche beschränkt bleiben und insgesamt nur sehr oberflächlich sein.
Fast 80% der Einwohner stammen aus dem Ausland, Kontakt mit anderen Expats ist im Gegensatz dazu leicht möglich. Wer andere Expats kennenlernen möchte, kann sich beispielsweise über die Expat Community von InterNations vernetzen.

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