Auswandern in die Türkei

by Carina

Die Türkei lockt mit traumhaften Stränden und faszinierenden Metropolen. Die Türken sind ein gastfreundliches und hilfsbereites Volk. Bis 2007 erreichte der Staat am Bosporus ein hohes Wirtschaftswachstum. Das sind alles Tatsachen, die das Herz eines Auswanderers höher schlagen lässt. Doch eignet sich das Land, das sich mit dem Beitritt zur EU so schwer tut, wirklich, um dort ein neues Leben zu beginnen? Wie realistisch ist der Traum von einer Auswanderung in die Türkei?

Bis zur Weltwirtschaftskrise war das Leben in der Türkei noch in Ordnung und der Staat verzeichnete ein traumhaftes Wirtschaftswachstum von 7%. Doch zu Zeiten der Rezession ist die Wirtschaft sogar um mehr als 6% geschrumpft. Das sind nicht wirklich gute Voraussetzungen für Auswanderer, doch momentan sieht es auf der ganzen Welt nicht rosig aus.

Ein viel größeres Problem ist die Arbeitssuche in der Türkei, der Erhalt einer Arbeitserlaubnis und der Umgang mit dem Islam. Zudem ist es schwierig, eine genaue Anweisung für eine erfolgreiche Auswanderung in die Türkei zu geben, denn viele Dinge können nicht pauschalisiert werden, sondern werden von Fall zu Fall individuell entschieden.
In der Türkei gibt es ein offizielles Gesetz, welches die Arbeitserlaubnis für ausländische Mitbürger regelt. Das Gesetz gilt für Arbeitnehmer, Praktikanten, Selbstständige und Auszubildende. Die wichtigste Klausel des Gesetzes ist die, dass jeder Auswanderer, der in der Türkei eine Beschäftigung aufnehmen will, eine Arbeitserlaubnis beantragen muss. Nur wer diese Arbeitserlaubnis besitzt, darf eine Tätigkeit in der Türkei aufnehmen.

Die Arbeitserlaubnis wird vom Arbeitsministerium der Türkei ausgestellt und muss auch dort beantragt werden. Ein Antrag kann auch zuvor bei der türkischen Botschaft oder einem türkischen Konsulat in Deutschland beantragt werden. Welche Papiere für eine Antragsstellung notwendig sind erfährt man bei der türkischen Botschaft in Berlin.

Wer länger als 6 Monate in der Türkei bleiben will, benötigt zusätzlich ein Visum. Auch dieses erhält man bei der türkischen Botschaft oder bei einem türkischen Konsulat in Deutschland. Das Visum ist übrigens völlig unabhängig von der Einreise in die Türkei. Sie können ohne dieses Visum einreisen. Das Visum ist wichtig für die Beantragung der Aufenthaltsgenehmigung in der Türkei. Die Aufenthaltsgenehmigung müssen Sie bei der zuständigen Ausländerpolizei beantragen. Damit Ihr Antrag überhaupt bearbeitet werden kann, benötigen Sie zunächst einen festen Wohnsitz in der Türkei. Sobald Sie eine dauerhafte Bleibe vorweisen können, müssen Sie ein Wohnbescheinigung beantragen. Diese erhalten Sie beim zuständigen Ortsvorsteher Ihres Wohnbezirkes. In jedem Fall sollte Sie sich vorab kundig machen, denn nicht alle Bezirke der Ausländerpolizei verlangen zur Ausstellung einer Aufenthaltsgenehmigung eine Wohnbescheinigung.

Generell wird eine Aufenthaltserlaubnis für die Türkei nur befristet ausgestellt. Sie gilt höchstens zwei Jahre und muss dann erneut verlängert werden. Die Verlängerung erfolgt jeweils um weitere fünf Jahre. Es ist nicht möglich eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis für die Türkei zu erhalten.

Der gesamte Arbeitsalltag und das Arbeitsleben in der Türkei ist mit Deutschland nicht zu vergleichen. Die Löhne und Gehälter sind im Allgemeinen wesentlich geringer als in Deutschland. Zwar sind die Lebenshaltungskosten in der Türkei auch deutlich geringer, doch nicht immer reicht das Geld für ein angemessenes Leben aus. Viele Leistungen werden vom Arbeitgeber auch in anderer Form erbracht. Es ist üblich, dass die Arbeitskleidung vom Arbeitgeber gestellt oder finanziert wird. Auch das Mittagessen wird in der Regel von den Firmen finanziert. Oft wird auch eine Unterkunft gestellt oder ein Firmenwagen unterhalten.

[note color="#eeeeee"] Video – “Cosmo TV” Auswanderer aus Deutschland

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