Als Rentner nach Mallorca auswandern – Langzeiturlaub unter Palmen

Rainer1.01.2014 in Rente im Ausland

Valldemossa - das beruehmteste Dorf auf Mallorca

Für viele Rentner ist Mallorca das Traumziel für eine Auswanderung. Die Lieblingsinsel der Deutschen ist ideal für Rentner, die ein mildes und mediterranes Klima schätzen. Was oft als regelmäßiger Urlaub zu berufsaktiven Zeiten begann, wird nach der Pensionierung zum dauerhaften Lebensmittelpunkt. Auswanderer leben dort gerne in der eigenen oder einer gemieteten Immobilie. Mallorca zählt zu den Regionen mit der höchsten Rate an zugezogenen Rentnern aus Deutschland überhaupt, rund 30.000 (andere Quellen sprechen von 50.000) sollen zumindest den größten Teil des Jahres auf der Baleareninsel leben.

Gründe als Rentner seinen Lebensmittelpunkt nach Mallorca zu verlegen, gibt es viele. Ausschlaggebend für die meisten ist das milde mediterrane Klima. Wer unter Herz-Kreislauf-Beschwerden oder Asthma, Rheuma oder Gelenkentzündungen leidet, erlebt bei längerem Aufenthalt auf Mallorca oft spürbar eine Verbesserung. Die entschleunigte Lebensart auf der Insel und das entspannte Miteinander ihrer Bewohner tragen ebenfalls zur Erhöhung der Lebensqualität bei. Von Vorteil sind zudem die gute Erreichbarkeit von Deutschland aus und die billigen Flüge. Schon innerhalb von zwei Stunden ist Mallorca mit dem Flugzeug von Deutschland aus oft zum Schnäppchenpreis erreichbar.

Aufenthalt ohne Visumspflicht

Da Mallorca zu Spanien und somit zur EU gehört, entfällt für den Aufenthalt auf Mallorca die Visumspflicht für Residenten aus Deutschland. Deutsche Rentner können überall auf Mallorca eine Immobilie kaufen oder sie erwerben. Die Rente wird zudem problemlos aufs gewünschte Konto in Deutschland oder Spanien überwiesen. Ein weiterer Vorteil ist, dass auf Mallorca häufig Deutsch gesprochen wird, es gibt eine stark vernetzte deutsche Community mit deutschen Supermärkten, Firmen und Gastronomie. So muss der Rentner aus Deutschland auch auf Mallorca nicht auf heimische Kost und Lebensgewohnheiten verzichten. Zahlreiche deutsche Dienstleister wie Rechtsanwälte und Ärzte, Steuerberater und Immobilienmakler sowie Handwerker haben sich auf Mallorca niedergelassen. In Palma gibt es sogar einen deutschen Pfarrer, der sich ausschließlich um deutsche Residenten und auch die Seniorenbetreuung kümmert. Ein paar Brocken Spanisch zumindest für den Alltag können allerdings nicht schaden, um sich auf Behörden besser verständigen und mit den mallorquinischen Nachbarn kommunizieren zu können.

Lebenshaltungskosten wie in Deutschland

Ein Vorteil auf Mallorca ist, dass Rentner von den Lebenshaltungskosten her in etwa mit dem auskommen, was ihnen auch zu Hause zur Verfügung steht oder sogar mit weniger. So gibt es auf der Insel eine Reihe sehr ansprechend gestalteter Seniorenresidenzen in Meernähe und in landschaftlich reizvoller Lage speziell für deutsche und deutschsprachige Rentner, die günstiger sind als entsprechende Einrichtungen mit vergleichbarem Standard in der alten Heimat.

Winter nicht unterschätzen!

Nachteile sollten allerdings auch nicht verschwiegen werden, um auf Mallorca keine unliebsamen Überraschungen zu erleben. Dazu gehören die oft unterschätzten nasskalten Winter auf den Balearen. Feuchtigkeit ist hier ein größeres Problem als Minusgrade und erfordert regelmäßiges Heizen. Da eine zentrale Heizungsversorgung nicht existiert, sorgen in der Mehrzahl Elektroheizungen für eine warme Stube, was allerdings sehr ins Geld gehen kann. Ein Kamin und mit Holz zu befeuernde Öfen stellen Alternativen dar, auch eine Infrarotheizung findet sich gelegentlich. Wer in der eigenen Immobilie Wert auf eine Heizung nach deutschem Vorbild legt, muss sich einen Öltank oder einen Gastank anschaffen und eine entsprechend Heizung einbauen lassen. Letztendlich entscheidet das individuelle Wärmebedürfnis, wie geheizt wird, denn nicht wenige mallorquinische Wohnungen der Einheimischen auch neuerer Bauart verfügen als Heizquelle nur über eine offene Feuerstelle. Allerdings dauert die Heizperiode auf Mallorca in der Regel kürzer als in Deutschland, im Schnitt von November bis höchstens März.

Genau zu kalkulieren ist für Rentner die finanzielle Absicherung im Fall von Krankheit und Pflegebedürftigkeit. Dank Sozialversicherungsabkommen können sich deutsche Rentner mit der Europäischen Gesundheitskarte auch in einem staatlichen Gesundheitszentrum (Centro de Salud) und in staatlichen Krankenhäusern behandeln lassen, niedergelassene Ärzte rechnen privat ab. Die Pflegeversicherung zahlt auf Mallorca nur die Basisleistungen und keinerlei Sachleistungen wie ambulante Pflege. Medikamente sind allerdings erheblich preiswerter als in Deutschland und sehr viele nicht verschreibungspflichtig. Einen Wermutstropfen gibt es dennoch: Anders als spanische Rentner müssen ausländische auch aus der EU ihre Medikamente grundsätzlich selber bezahlen. Ein gewisses finanzielles Polster sowie eine private Absicherung sind Rentnern auf Mallorca daher für einen unbeschwerten Lebensabend dringend zu empfehlen.

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